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Von wegen gegen Angriffskriege? EU und USA schweigen zum Angriff ihres Partners Ruanda auf den Kongo

Der verschwiegene Jahrestag: Der Krieg eskaliert in im rohstoffreichen Ostkongo seit einem Jahr. Er fordert viele Leben und hat 450.000 Menschen zu Flüchtlingen gemacht. Und die USA und die EU schweigen und kritisieren Ruanda nicht, sondern die EU gibt der ruandischen Armee 20 Millionen Euro. Die Kongolesen haben das Gefühl, dass sehr wenig unternommen wurde, um ihre Souveränität zu unterstützen – ein Punkt, der im Vergleich zur Invasion der Ukraine, die kurz darauf begann, noch deutlicher wurde.



Auf Grund dieser westlichen Komplizenschaft mit dem Angriff der von Ruanda direkt mit Soldaten und Waffen unterstützten M23 ziehen in der Demokratischen Republik Kongo inzwischen 60 Prozent der Bevölkerung Russland als Partner vor, weil sich die Beweise häufen, dass die ruandische Regierung die M23-Rebellion unterstützt.

Im März 2022 startete die M23-Rebellion diese neue Offensive in der Provinz Nord-Kivu im Ostkongo. Die erneute Aktivität der Rebellengruppe, die seit etwa 10 Jahren weitgehend ruhte, führte zu einer schweren humanitären Krise mit über 450.000 Vertriebenen und vielen Toten. Trotz zunehmender Beweise für die Unterstützung der Rebellengruppe durch Ruanda zögerte die internationale Gemeinschaft, Ruanda zu verurteilen, und viele Länder entschieden sich, das Land nicht öffentlich zu verurteilen. Die Kongolesen hatten das Gefühl, dass sehr wenig unternommen wurde, um ihre Souveränität zu unterstützen – ein Punkt, der im Vergleich zur Invasion der Ukraine, die kurz darauf begann, noch deutlicher wurde. In den Worten eines Armeekommandeurs, mit dem ich sprach: "Wir haben auch die russische Invasion in der Ukraine verurteilt. Unsere Probleme sind die gleichen, wir wurden auch von einem Nachbarland, Ruanda, überfallen. Aber der Westen hat die Aggression gegen die Demokratische Republik Kongo nie anerkannt." Zudem kündigte die Europäische Union über ihre Europäische Friedensfazilität an, den ruandischen Streitkräften 20 Millionen Euro für ihren Einsatz in Mosambik zur Verfügung zu stellen. Die Aussicht, dass Europa Ruanda hilft, obwohl sich die Beweise häufen, dass die ruandische Regierung die M23-Rebellion unterstützt, hat besonders die kongolesische Regierung und die breitere kongolesische Öffentlichkeit verärgert.


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