Ukrainekrieg: Keim eines regionalen Atomkrieges und totalen Krieges zwischen USA und Russland


Daniel Ellsberg über die existenzielle Bedrohung eines globalen Konflikts Er hat jahrzehntelang von den Dächern geschrien, um die Menschheit dazu zu bringen, ihren Kurs zu ändern, wenn es um existenzielle Bedrohungen durch Atomwaffen und den Klimawandel geht. Jetzt, wo die Ukraine in Flammen steht, ist er zutiefst pessimistisch. "ICBMs abschaffen? Das Schiff ist abgefahren - und es ist mit voller Geschwindigkeit nachts in die Gewässer mit Eisbergen gefahren, genau wie die Titanic. Was das Klima betrifft, glaube ich, dass wir den Eisberg getroffen haben. Ich denke, dass diese Invasion, die nie sicher und nie notwendig war und die hätte abgewendet werden können, die Tür geschlossen hat, um die Fallen abzuwenden, die wir unserer Spezies gestellt haben."

Ukrainekrieg ist der Keim eines regionalen Atomkrieges und totalen Krieges zwischen USA und Russland (internationale-friedensfabrik-wanfried.org)


Mir fällt dazu Antonio Gramsci ein:


«Was wir brauchen ist Nüchternheit: einen Pessimismus des Verstandes, einen Optimismus des Willens" „Man muss nüchterne, geduldige Menschen schaffen, die nicht verzweifeln angesichts der schlimmsten Schrecken und sich nicht an jeder Dummheit begeistern. Pessimismus des Verstandes, Optimismus des Willens.“

„Eine neue Kultur zu schaffen bedeutet nicht nur, individuell ›originelle‹ Entdeckungen zu machen, es bedeutet auch und besonders, bereits entdeckte Wahrheiten kritisch zu verbreiten, sie sozusagen zu ›vergesellschaften‹ und sie dadurch Basis vitaler Handlungen, Element der Koordination und der intellektuellen und moralischen Ordnung werden zu lassen. Dass eine Masse von Menschen dahin gebracht wird, die reale Gegenwart kohärent und auf einheitliche Weise zu denken, ist eine ›philosophische‹ Tatsache, die viel wichtiger und ›origineller‹ ist, als wenn ein philosophisches ›Genie‹ eine neue Wahrheit entdeckt, die Erbhof kleiner Intellektuellengruppen bleibt.“

– Antonio Gramsci: Gefängnishefte. Kritische Gesamtausgabe, herausgegeben von Klaus Bochmann, Wolfgang Fritz Haug, Peter Jehle, Band 1–10, Argument Verlag, Hamburg 1991ff., Band 6, Heft 1, § 12

„Alle Menschen sind Intellektuelle, […] aber nicht alle Menschen haben in der Gesellschaft die Funktion von Intellektuellen.“ – Gefängnishefte, H. 12, § 1, 1500

„Wir müssen uns abgewöhnen und aufhören, die Kultur als enzyklopädisches Wissen zu verstehen, wobei der Mensch nur als ein Gefäß gesehen wird, das mit empirischen Daten angefüllt und vollgepfropft werden muss, mit nackten und zusammenhanglosen Fakten, die er dann in seinem Gehirn wie in den Abschnitten eines Wörterbuchs rubrizieren muss […]. Wirkliche Kultur ist etwas völlig anderes. Kultur ist Disziplinierung des eigenen inneren Ichs, Inbesitznahme der eigenen Persönlichkeit und die Erlangung eines höheren Bewusstseins, mit dem man dazu kommt, den eigenen historischen Wert zu verstehen, die eigene Funktion im Leben, die eigenen Rechte und Pflichten.“ – Grido del popolo vom 29. Januar 1916

„Sich selbst zu kennen, will heißen, sein eigenes Sein zu leben, will heißen Herr seiner Selbst zu sein, sich von den anderen abzuheben, aus dem Chaos auszubrechen, ein Element der Ordnung zu sein, aber der eigenen Ordnung und der eigenen, einem Ideal verpflichteten Disziplin. Und das kann man nicht erreichen, wenn man nicht auch die anderen kennt, ihre Geschichte, die Anstrengungen, die sie unternommen haben, um das zu werden, was sie sind, die Gesellschaftsformation zu schaffen, die sie begründet haben, und die wir durch die unsere ersetzen wollen.“ – Grido del popolo vom 29. Januar 1916


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