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Anti-Amerikaner sitzen in den Medien selbst. Sie verschweigen, dass es nicht nur ein Amerika gibt!

Beim Aufstand für den Frieden gaben die Organisatorinnen einem US-Amerikaner den Vortritt. Jeffrey Sachs, prominenter Professor an der Columbia-Universität und UNO-Berater kam zuerst zu Wort.

Die Berichte aber, die ich über die Kundgebung gelesen habe, erwähnen das nicht einmal und verschweigen auch die Inhalte seiner Rede. Sie arbeiten sich lieber an für sie vermeintlichen einfacheren Opfern ab. Denn wie hätte man diesen renommierten Mann als rechtsoffen, antiamerikanisch, Putinfreund abstempeln können.

Er ist für mich die glaubwürdigste Stimme aus den USA. Und ihn zu verschweigen kann man schon als antiamerikanisch bezeichnen, als Verschweigen der antiimperialen Strömung in den USA.

Wikipedia schreibt über ihn: Jeffrey David Sachs (* 5. November1954 in Detroit) ist ein US-amerikanischerÖkonom. Er war von 2002 bis 2006 Sonderberater der Millennium Development Goals. Er ist Direktor des UNSustainable Development Solutions Network. Von 2002 bis 2016 war er Direktor des Earth Institute an der Columbia University.[1] Jeffrey Sachs – Wikipedia


Und sie erwähnen auch seine Position zum Ukraine-Krieg, über die in Deutschland nicht als eine Position in den USA unterrichtet wird

"Im Juni 2022 unterzeichnete Sachs einen offenen Brief, in dem er zu einem Waffenstillstand aufrief und die anhaltende militärische Unterstützung der westlichen Länder für die Ukraine in Frage stellte. Er machte die US-Rolle für den Krieg in der Ukraine verantwortlich und behauptete, die US-Regierung habe den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Jahr 2014 herbeigeführt und dann habe die NATO-Erweiterung zur Einkreisung Russlands geführt.[10]"


Sachs weiß, wovon er redet. Er war in der Gorbatschow- und Jelzin-Zeit Regierungsberater in der Sowjetunion und dann in Russland. In seinem Buch darüber berichtet er darüber im Buch "Das Ende der Armut". Seine Vorschläge zum Übergang der Zentralverwaltungswirtschaft zu einem sozial regulierten Kapitalismus seien von den in der US-Regierung dominierenden Kräften abgelehnt worden. Zuerst für Polen und Russland, dann nur noch für Russland. Ihn wurde gesagt, dass die USA kein stabiles Russland wollten als möglichen starken Konkurrenten. Es sei gut, wenn Russland als Nation verschwinde. Sie setzten dann einen marktradikalen Umbau in Russland durch, der zur Oligarchisierung, Verarmung breiter Teile der Bevölkerung führte und Russland ins soziale Chaos stürzte. Demokraten, die mit dieser westlichen Politik indendifiziert wurden, hatte deshalb in Russland keine Chance mehr. Die große Euphorie für den Westen schwand. Erst später habe er verstanden, warum sie Polen anders behandelt hätten. Sie hätten damals Polen stabilisieren wollen als östliche Flanke der NATO gegen Russland.



Setzen wir denen, die Kritik des US-Imperiums und seiner imperialistischen Politik tabuisieren mit dem Totschlagargument "das ist antiamerikanisch" die Zusammenarbeit mit Menschen wir Jeffrey Sachs entgegen. Das haben die Initiatoren des Aufstandes sehr gut bereits gemacht.

Es lohnt sich, Jeffrey Sachs genau zuzuhören als Freund der Menschen in den USA, die ehrlich für westliche Werte im Sinne der UNO-Charta stehen und sie nicht nur zur Bemäntelung imperialer Politik nutzen.

Auf diesem Blog findet ihr viele Videos von ihm, zumeist leider nur in Englisch. Der Beitrag zur Kundgebung in Berlin liegt aber übersetzt vor.



Und übrigens: Sachs ist nicht der einzige antiimperiale US-Amerikaner: Da gab und gibt es noch Scott Ritter, Ray McGovern, Prof. Wolff, Ben Norton, May Blumental, Tulsi Gabbard, David Narvy und und und..

Wir haben uns zur Aufgabe gestellt, ihre Beiträge stärker in Deutschland in die Debatte einzubringen.



Wolfgang Lieberknecht



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