Zeiten der Monster: Wir leben in einer Krise, in der das Alte nicht sterben & das Neue nicht geboren werden kann. Die Soziologin Nell Bonilla nutzt Gramscis Ideen zum Verständnis der aktuellen Krise.
Was passiert, wenn die alte Weltordnung ins Wanken gerät, aber eine neue noch nicht entstehen kann? Ulrike Guérot meldet sich aus Kyoto in Japan, wo Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern auf der internationalen Konferenz „Geopolitics in the Times of Monsters“ über die geopolitischen Umbrüche unserer Zeit diskutieren. Im Gespräch mit der Soziologin Nell Bonilla geht es um die Gedanken des italienischen Philosophen Antonio Gramsci und seine berühmte Beschreibung einer Krise, in der das Alte nicht sterben und das Neue nicht geboren werden kann. Bonilla erläutert ihre Sicht auf die zunehmende Militarisierung westlicher Staaten, den Wandel politischer Machtstrukturen und die Entstehung einer multipolaren Weltordnung. Dabei stellt sie die Frage, welche Rolle Kapitalismus, gesellschaftliche Protestbewegungen und neue politische Ideen in diesem Umbruch spielen. Auch Ulrike Guérots Konzept einer Europäischen Republik wird diskutiert – als möglicher Rahmen für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und politische Selbstbestimmung. Ein Gespräch über Macht, gesellschaftlichen Wandel und die Frage, wie aus politischen Krisen neue Perspektiven entstehen können.





Kommentare