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Zehntausende stellen sich dem Marsch in den Krieg entgegen! Sie protestieren gegen Aufrüstung und Wehrpflicht und für das Suchen nach einer diplomatischen Lösung, statt weiterer Eskalation!

3. Okt.
2 Min. Lesezeit

Mehr als 300 Organisationen und Friedensgruppen haben sich zusammengetan, von den Dachverbänden Bundesausschuss Friedensratschlag und Kooperation für den Frieden organisiert. Zeitgleich mit Berlin hat auf dem Schlossplatz in Stuttgart eine weitere bundesweite Demonstration von „3. Oktober 2026“ begonnen. In Berlin sollen nach Angaben der Veranstalter mehr als 20.000, in Baden-Württembergs Hauptstadt an die 15.000 Menschen erschienen sein.


Am Rand des Tiergartens in Mitte hat der Freidenker-Verband einen Infostand neben einem Verein namens Omas und Opas für den Frieden. Vor der Bühne Fahnen der Gewerkschaften IG Bau, IG Metall und Verdi; die Ärzte für die Verhütung eines Atomkriegs machen mit einem Transparent auf sich aufmerksam. DKP, BSW, Linke – einige Parteilogos sind zu sehen. Auch die katholische Organisation Pax Christi beteiligt sich.


Drüben auf der Bühne am Brandenburger Tor hat gerade Arnulf Rating eine Rede gehalten. Wie es sich für einen politischen Kabarettisten gehört mit einigen Spitzen gegen die Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz (CDU), „die schlechteste, die wir je hatten“. Rating kommt auf die Sozialpolitik zu sprechen, kritisiert Sozialabbau und soziale Spaltung, prangert Investitionen in Rüstung an, fordert stattdessen Investitionen in Bildung und Pflege, Wohnen und Kultur. „Die anderen haben 500 Milliarden Euro“, sagt der Kabarettist in Anspielung auf das sogenannte Sondervermögen, „wir bekommen für diese Friedensdemo nichts, nicht einmal Rentenpunkte.“


Dann der Klimaschutz – noch so ein Thema an diesem Tag der deutschen Einheit in Berlin. Vor dem Brandenburger Tor, aber nicht nur dort. Anderthalb Stunden zuvor hatte sich vor dem Bundeskanzleramt eine Menschenkette gebildet. Punkt 12 Uhr, das Glockenspiel nebenan intonierte Beethovens Ode an die Freude, die Demonstranten schweigend Hand in Hand. „Gemeinsam die Erde vor dem Kollaps retten“, steht auf einem Plakat, „Klimaschutz ist Kinderschutz“ auf einem anderen.


Bereits am Freitag hatten sich Tausende vor dem Brandenburger Tor versammelt, diesmal überwiegend junge Menschen, um gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht zu demonstrieren. Auf der Kundgebung am Samstag ist die Wehrpflicht ebenfalls eines der zentralen Themen.



 
 
 

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