Zehntausende protestieren in Belgien gegen steigende Lebenshaltungskosten&die Sparpläne der Regierung.Wie üblich in Europas Geschichte:Der Widerstand startet in Frankreich, dann springt der Funke über
Euronews: Nach Angaben der Polizei beteiligten sich rund 30.000 Menschen an dem landesweiten Streik gegen die Sparpläne der Regierung. Die Stimmung war aufgeheizt: Zuvor hatten tagelang Studenten demonstriert, inspiriert von den Protesten in Frankreich.
„Die Lage verschlechtert sich immer schneller, die Menschen sind am Limit. Wie die Lehrkräfte sehen auch die Schülerinnen und Schüler, dass die Bedingungen schlechter werden“, sagte Gewerkschaftsvertreter Luc Toussaint.
„Ich arbeite, aber ich komme finanziell nicht mehr über die Runden“, sagte die alleinerziehende Mutter und Sozialarbeiterin Marie Gobert. Sie war aus Namur angereist, gemeinsam mit einer ihrer Töchter, um an dem Marsch teilzunehmen.
Gymnasiasten aus der französischsprachigen Gemeinschaft Belgiens demonstrieren seit Tagen gegen Kürzungen im Bildungsbereich – inspiriert unter anderem von den Protesten jenseits der Grenze in Frankreich.
Der Aktionstag am Freitag war der jüngste in einer Serie von Streiks der vergangenen Monate. Sie richten sich gegen Pläne von Premierminister Bart De Wever, in den nächsten Jahren zehn Milliarden Euro einzusparen, um das hohe Staatsdefizit zu senken.
Die Gewerkschaften drängen darauf, Spitzenverdiener stärker zu besteuern, statt im Gesundheitswesen zu kürzen und die Mehrwertsteuer zu erhöhen.
„Man spürt die soziale Spannung, überall beginnt die Wut zu kochen“, sagte Gobert. „Das Bildungssystem wird auseinandergenommen, und wenn junge Menschen ihre Stimme erheben, hört niemand zu.“





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