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Yusef Salaam war acht Jahre unschuldig in Haft, nun wird er New Yorker Stadtrat

Der 49-Jährige saß fälschlicherweise wegen Vergewaltigung ein. Ehemals Opfer eines Justizirrtums, ist er nun Politiker, der sich gegen diskriminierende Polizeigewalt einsetzt. Der damalige Immobilientycoon Donald Trump forderte gar per Zeitungsannonce Salaams Tod: In New York solle die Todesstrafe wiedereingeführt werden. 1997 kam Salaam frei, aber erst fünf Jahre später wurde der wahre Täter mittels DNA-Analyse überführt. "Obwohl Sie vor 34 Jahren wirkungsvoll meinen Tod und den von vier anderen unschuldigen Kindern gefordert haben, wünsche ich Ihnen nichts Böses."


In jenem April hatten sich im New Yorker Central Park Jugendliche versammelt, sie pöbelten Passanten und Passantinnen an, es kam zu Tumulten. Später wurde eine junge Frau gefunden, auf brutalste Weise vergewaltigt. Salaam und vier weitere Jugendliche wurden der Straftat bezichtigt. Acht Jahre saß Salaam im Gefängnis – zu Unrecht.


Mehr als 30 Jahre später hat der Mann aus dem New Yorker Stadtteil Harlem nun eine Vorauswahl der Demokraten gewonnen und wird im Herbst in den Stadtrat einziehen. Der Autor des Bestsellers Better, Not Bitter hat somit den nächsten großen Schritt im Streben nach Gerechtigkeit gemacht: vom ehemaligen Justizopfer zum Politiker, der sich gegen diskriminierende Polizeigewalt einsetzt.

Yusef Salaam wuchs in den 1970ern in Harlem auf.


Geständnis durch Folter erpresst

Doch der Tag im Central Park verändert sein Leben. Durch Schlaf- und Nahrungsentzug wird aus den fünf Angeklagten ein Geständnis erpresst. Wochenlang werden sie als "Central Park Five" medial drangsaliert. Der damalige Immobilientycoon Donald Trump forderte gar per Zeitungsannonce Salaams Tod: In New York solle die Todesstrafe wiedereingeführt werden. 1997 kam Salaam frei, aber erst fünf Jahre später wurde der wahre Täter mittels DNA-Analyse überführt.



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