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Wir stehen an einer Weggabelung: Wählen wir deeskalierende Verhandlungen oder den Sturz ins Chaos?

14. Okt. 2022
1 Min. Lesezeit

Im Auge des Taifuns

Nach zahlreichen Eskalationen im Ukrainekonflikt steht die Welt an einer Weggabelung: Wählen wir deeskalierende Verhandlungen oder den Sturz ins Chaos?


Nach der Eingliederung von vier „Subjekten“ aus dem bisherigen ukrainischen Staatsverband in die Russische Föderation, nach der Rede Wladimir Putins anlässlich dieses Vorgangs, mit der Russland sich vom Westen verabschiedet, und nach den Erklärungen der Ukraine und ihrer Unterstützer, diesen Vorgang niemals anerkennen zu wollen, steht die Frage im Raum: Wie geht es weiter? Geht es überhaupt noch um die Ukraine und ging es je wirklich um sie? Wer soll „zerstört“ werden und mit welchen Konsequenzen? Nehmen wir einmal an, es ginge um die Ukraine und sie werde nicht nur stellvertretend benutzt, um die globale Machtordnung neu zu „regeln“: In diesem Fall dürfte es keine Ost- oder Westzugehörigkeit des Gebietes geben, das sich bisher als Ukraine verstanden hat. Vielmehr müsste eine Staatlichkeit herausgebildet werden, die der kaleidoskopartigen Geschichte und Realität dieses Raumes entspricht. Das würde bedeuten, alle Versuche zu beenden, Teile des Gebietes oder auch das ganze Gebiet in Staatsformen zwingen zu wollen, die seiner sozialen, kulturellen und strukturellen Verfasstheit nicht entsprechen. Was die Bevölkerung dieser Region stattdessen braucht, ist die Möglichkeit, jene Staatsform, in der sie zwischen den Blöcken EU und Russland leben kann und will, selbst zu entwickeln.




schon vor Jahren:



 
 
 

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