Das eigene Land für (unehrlichen) Moralismus zu opfern, ist Offenbarungseid keine zeitgemäße Politik
Die Aufkündigung der deutsch-russischen Energiepartnerschaft als politische Reaktion auf Putins völkerrechtswidrigen Angriffskrieg hat Deutschland in die schwerste Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik gestürzt. Obwohl die anhaltend hohe Inflation vor allem die Ärmsten unseres Landes vor existenzielle Herausforderungen stellt; obwohl wir infolge der Rezession massive gesellschaftliche Verwerfungen und ein weiteres Erstarken rechtspopulistischer Kräfte zu befürchten haben; obwohl die Sanktionen gegen Russland bislang nur wenig Wirkung zeigen und kein Ende der heftigen Kämpfe in der Ukraine in Sicht ist: Die Bundesregierung hält an ihrem Kurs fest und nimmt dessen verheerende Folgen im Namen von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten in Kauf. Die Moral hat enge Grenzen an eigenen Nationalegoismus (der westlichen Wertegemeinschaft) Westliche Politiker machen sich etwa für Nawalnys stark und schweigen zum inhaftierten Assange
Der renommierte Politikwissenschaftler und Bestseller-Autor Michael Lüders unternimmt in seinem Buch "Moral über alles?" eine scharfe, aber sachliche-fundierte Kritik an der heute vorherrschenden Moralisierung politischer Entscheidungen. Er verweist auf die Widersprüchlichkeiten und Gefahren der sogenannten werteorientierten Außenpolitik und plädiert für eine Rückbesinnung auf den politischen Realismus und die selbstbewusste Wahrnehmung nationaler Interessen. Wir sprechen mit ihm darüber.
Die Aufkündigung der deutsch-russischen Energiepartnerschaft als politische Reaktion auf Putins völkerrechtswidrigen Angriffskrieg hat Deutschland in die schwerste Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik gestürzt. Obwohl die anhaltend hohe Inflation vor allem die Ärmsten unseres Landes vor existenzielle Herausforderungen stellt; obwohl wir infolge der Rezession massive gesellschaftliche Verwerfungen und ein weiteres Erstarken rechtspopulistischer Kräfte zu befürchten haben; obwohl die Sanktionen gegen Russland bislang nur wenig Wirkung zeigen und kein Ende der heftigen Kämpfe in der Ukraine in Sicht ist: Die Bundesregierung hält an ihrem Kurs fest und nimmt dessen verheerende Folgen im Namen von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten inkauf.

„Das eigene Land auf dem Altar des Moralismus zu opfern, weit über die gebotene Solidarität mit der Ukraine hinaus, ist keine zeitgemäße Politik, sondern ein Offenbarungseid.“
Michael Lüders
Die Sanktionen gegenüber Russland haben Deutschland in die schwerste Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik gestürzt. Obwohl die hohe Inflation vor allem die Ärmsten unseres Landes vor existenzielle Herausforderungen stellt und wir infolge der Rezession massive gesellschaftliche Verwerfungen und ein weiteres Erstarken rechtspopulistischer Kräfte zu befürchten haben, hält die Bundesregierung an ihrem Zeitenwende-Kurs fest. Dessen verheerende Folgen nimmt sie im Namen von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten in Kauf. Und die nächste Krise, die sich verschärfende Konfrontation mit China, zeichnet sich bereits ab. Michael Lüders plädiert für Augenmaß, Sachlichkeit und vor allem eine Rückbesinnung auf nationale Interessen.
Inhalt:
Vorwort
Das Böse bekämpfen: Das Drama um die PCK-Raffinerie in Schwedt an der Oder
Werte im Wettstreit: Wie Sanktionen denen schaden, die sie verhängen
„One Love“: Willkommen in Katar
Moralismus und betreutes Denken: Wir sind die Guten!
Jenseits von Eden: Nationale Interessen im Windschatten der NATO
Kampf der Gerechten, Teil I: Trägt der Westen eine Mitschuld am Ukraine-Krieg?
Kampf der Gerechten, Teil II: Deutsche Angst und der Showdown mit China
Ausblick: Entweder Transatlantiker oder Pro-Europäer – Plädoyer für das Eigeninteresse
Anmerkungen





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