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Wenn die Lage für die Ukraine kritisch ist, fordert sie Waffen, die als Tabu galten.

8. Juni 2023
1 Min. Lesezeit

Wird dann als nächste Eskalationsstufe das Eingreifen der NATO gefordert?

General a.D. Harald Kujat: "Bislang galt jedes neue Waffensystem, das die Ukraine bekam, als „Gamechanger“. Das war bei den HIMARS-Raketen so, dann bei den Schützenpanzern wie dem Marder und auch bei Kampfpanzern wie dem Leopard 2. Auch jetzt hat sich der ukrainische Präsident überzeugt gezeigt, mit F-16-Kampfflugzeugen schon bald einen Sieg erringen zu können. Ohne die westlichen Waffensysteme wäre die Ukraine nicht in der Lage sich zu verteidigen. Aber die strategische Gesamtlage haben sie nicht verändert. Und das werden die F-16 auch nicht.



Immer, wenn die Lage für die Ukraine kritisch ist, wird die Eskalationsschraube durch die Forderung nach noch leistungsfähigeren Waffensystemen weitergedreht. Und immer wieder haben die europäischen NATO-Staaten ihre roten Linien überschritten, während die Vereinigten Staaten sich weitgehend an die von Präsident Biden erklärten Beschränkungen halten. Die Europäisierung des Krieges schreitet Schritt für Schritt voran, mit Deutschland an der Tête (Spitze). Bereits ein Scheitern der angekündigten Großoffensive könnte die ukrainischen Streitkräfte in eine Lage versetzen, aus der sie sich aus eigener Kraft nicht befreien können. Wird dann als nächste Eskalationsstufe das Eingreifen der NATO gefordert?"

 
 
 

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