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Weltordnung zerfällt in zwei antagonistische Blöcke: mehr Rivalität, Krisen, Konflikte und Kriege

30. Aug. 2022
2 Min. Lesezeit

In einer Zeit, in der der menschengemachte Klimawandel Lebensgrundlagen und Leben von immer mehr Menschen zerstört, bräuchte die Menschheit dringlich globale Zusammenarbeit. Ohne die Zusammenarbeit vor allem von USA, Russland, China und Europa kann der Klimawandel nicht gestoppt werden. Doch stattdessen herrschen in diesen Ländern (und v.a. den USA) Kräfte vor, die auf Sieg über die anderen setzen über die konkurrierenden Großmächte. Das treibt Aufrüstung und Krieg voran, die beide schon jetzt erheblich zum Ausstoß von CO2 beitragen. Wir müssen diese Entwicklung, die sich mir als "Selbstmordkurs der Menschheit" darstellt, nicht hinnehmen. Organisieren wir in unseren Ländern und durch internationale Zusammenarbeit mehr Kapazitäten für friedliche Konfliktlösungen. Dazu kann jede/r von uns beitragen: Noch immer gilt Gorbatschows Satz: Er zu spät kommt, den bestraft das Leben! Schon Immanuel Kant hatte uns vor über 200 Jahren gewarnt, Frieden wird Euch nicht geschenkt, ihr müsst ihn euch erarbeiten. Es gibt Mächtige, die von Kriegen profitieren und ihn ihnen nicht sterben. Gegen sie müssen friedliche Lösungen durchgesetzt werden - und das erfordert große Anstrengungen von vielen Menschen. Wir sind also nicht chancenlos.


und nun zur Analyse von EX- Bundeswehr und NATO-General Kujat, ..


... für wie gefährlich halten Sie die geopolitische Lage?

Wir erleben gerade, dass die neue Weltordnung der rivalisierenden großen Mächte – die Vereinigten Staaten, China, Russland und mit einem erheblichen Abstand Europa – sich in zwei antagonistische Blöcke wandelt. Auf der einen Seite China und Russland, die durch den Ukraine-Krieg noch enger als bisher zusammengerückt sind. Auf der anderen Seite die Vereinigten Staaten, die sich um einen engeren Schulterschluss mit Europa gegen China bemühen, mit der Nordatlantischen Allianz, der Nato, als verbindende Brücke. Ich bin überzeugt, dass das neue Blockdenken erhebliche Risiken für Europa birgt.

Gibt es da noch einen Platz für Neutralität nach Schweizer Art?

Die politische, wirtschaftliche, technologische und militärische Selbstbehauptung Europas ist wichtiger denn je zuvor. Die Schweiz hätte in der neuen europäischen Sicherheits- und Friedensarchitektur, wie jeder andere neutrale Staat, einen Platz und eine historisch gewachsene wichtige Rolle.


Neutrale gelten vielen als Profiteure. Gilt es das in Kauf zu nehmen, um zwischen den beiden Blöcken vermitteln zu können?


Die heutige Weltlage zeigt bereits, dass die künftige internationale Entwicklung von zunehmenden Rivalitäten, Krisen, Konflikten und Kriegen geprägt sein wird.

Neutrale Staaten könnten ein beständiges Element der Stabilität und ein Ort der Unabhängigkeit sein, an dem Interessenausgleiche und Konfliktlösungen verhandelt werden. Insbesondere Rüstungskontrolle und Abrüstung müssen künftig wieder eine stabilisierende Rolle in den internationalen Beziehungen erhalten. Dies zu ermöglichen, dafür sind neutrale Staaten wie die Schweiz prädestiniert.


 
 
 

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