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Völkerrechtler: Von Einzelstaaten verhängte Sanktionen sind nach UNO-Auffassung völkerrechtswidrig

28. Mai 2022
13 Min. Lesezeit

“Eine Sache müssen wir alle verstehen: Heutige Wirtschaftssanktionen und Finanzblockaden sind vergleichbar mit mittelalterlichen Belagerungen von Städten mit der Absicht, sie zur Kapitulation zu zwingen”, schrieb der amerikanische Völkerrechtler Alfred de Zayas, nachdem er im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates die Folgen der US-Sanktionen gegen Venezuela und Ecuador untersucht hatte.


27.11.2021: Der international anerkannte Völkerrechtler Alfred de Zayas sagte zum Thema Sanktionen:

"Wie die Uno-Generalversammlung und der Uno-Menschenrechtsrat etliche Male festgestellt haben (gegen die Stimmen einer Minderheit der Staaten u. a. USA und der EU) sind unilaterale Sanktionen völkerrechtswidrig – zusätzlich haben sie sehr negative Konsequenzen für die Bevölkerung. Sanktionen töten – genauso wie Kriege. Der Internationale Strafgerichtshof sollte sie als Verbrechen gegen die Menschheit verurteilen."



Perikles’ “Dekret von Megara” gilt heute als erstes Wirtschaftsembargo der europäischen Geschichte. Über die tatsächlichen Ursachen und Folgen gibt es bei Historikern aufgrund knapper Quellenlage auch heute noch keine Einigkeit, doch sicher ist: Über 2.400 Jahre später sind wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen nach attischem Vorbild so populär wie nie.

Kaum eine Woche vergeht, ohne dass Politiker unliebsame Herrscher mittels Sanktionen zur Ordnung rufen wollen. Eine gefälschte Wahl in Belarus, ein beschlagnahmter Tanker am Golf, türkische Gasbohrungen nahe Zypern, Polizeigewalt in Honkong, ein russisches Pipeline-Projekt, ein zu billiger Chinesischer Yuan, amerikanischen Waffenlieferung an Taiwan …

Kam die Blockade von Handelswegen und Häfen in der Geschichte oftmals einer Kriegserklärung gleich, gelten Sanktionen heute als Mittel der Diplomatie. Als zielgerichtete Instrumente gegen Menschenrechtsverbrecher. Als humanitär motivierte Notmaßnahmen, um Bevölkerungen vor ihren eigenen tyrannischen Herrschern zu schützen. Als friedliche Alternative zum Krieg. Doch mit der Realität haben diese Mythen nichts zu tun.


“Eine Sache müssen wir alle verstehen: Heutige Wirtschaftssanktionen und Finanzblockaden sind vergleichbar mit mittelalterlichen Belagerungen von Städten mit der Absicht, sie zur Kapitulation zu zwingen”, schrieb der amerikanische Völkerrechtler Alfred de Zayas im Juni 2019, nachdem er im Auftrag des UN-Menschenrechtsrates die Folgen der US-Sanktionen gegen Venezuela und Ecuador untersucht hatte.


Befürworter von Sanktionen rechtfertigen die tödlichen Kosten der Strafmaßnahmen, mit den größeren politischen Zielen, die man durch sie langfristig erreiche. Diktatoren würden aus Angst vor weiteren Sanktionen von Menschenrechtsverbrechen absehen. Durch das Leid würden sich die Bewohner eines Landes schließlich gegen ihre Regierungen auflehnen oder prowestliche Kräfte innerhalb des Regimes würden die alten Machthaber stürzen. Doch auch das ist ein Mythos.


In der Praxis verhindern Sanktionen keine Menschenrechtsverletzungen, sie befördern sie sogar. Zu diesem Ergebnis kam Dursun Peksen, Professor für Politikwissenschaft an der amerikanischen East Columbia Universität. In seiner 2009 veröffentlichten Studie zu den menschenrechtlichen Folgen von Sanktionen, zeigt er, dass sich Repressionsmaßnahmen wie Folter, politisch motivierte Inhaftierungen und außergerichtliche Tötungen in den meisten Fällen noch verschärft haben


Peksens Fazit: Um die Menschenrechtssituaton in einem Land zu verbessern, seien wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen ein völlig ungeeignetes Instrument.


Neue Veröffentlichung

"Aufbau einer gerechten Weltordnung"

Ein neues funktionales Paradigma der Menschenrechte

von Johannes van Aggelen*


(14. Februar 2022) Alfred de Zayas' "Building a Just World Order" ist ein faszinierendes und gelehrtes Buch, das in vierzehn Kapiteln das Spektrum der Menschenrechtsfragen abdeckt, mit denen sich das Büro des UN-Hochkommissars für Menschenrechte befasst, in dem der Autor über zwei Jahrzehnte als leitender Jurist tätig war und dem er auch als Berater und unabhängiger UN-Experte für die Förderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung (2012-2018) diente.


In seinen 14 Berichten, die er dem UN-Menschenrechtsrat und der Generalversammlung vorgelegt hat, beweist Professor Alfred de Zayas, dass UN-Berichterstatter mehr sein können als Bürokraten, Papierschieber, Ideologen, Politiker oder Narrative Manager.


Jeder Bericht hat einen Mehrwert, und dieses Buch, das auf diesen Berichten aufbaut, ist keine bloße Zusammenstellung von im Internet verfügbaren Informationen, sondern bietet eine kohärente Analyse der Herausforderungen, vor denen der UN-Generalsekretär, der Hohe Kommissar, der Menschenrechtsrat und die Zivilgesellschaft stehen, wenn es darum geht, Probleme zu erkennen und pragmatische und umsetzbare Lösungen zu entwickeln.


Bücher wie dieses geben uns Hoffnung, dass das manchmal schwerfällige und sklerotische System zum Schutz der Menschenrechte doch noch etwas bewirken kann und die Gesetzgeber dazu inspiriert, über Lippenbekenntnisse zu den Menschenrechten hinauszugehen und die notwendigen Gesetze und Durchsetzungsmechanismen zu verabschieden. Die Autorin hat die Vision, dass mit Beharrlichkeit und gutem Willen die Menschenrechte juristisch verankert, einklagbar und durchsetzbar gemacht werden können.



(https://www.claritypress.com/product/building-a-just-world-order/)

Ein neues funktionales Paradigma der Menschenrechte

Was dem Leser angesichts von 480 Seiten dichtem Text und Tausenden von Fußnoten auffällt, ist die logische Anordnung verschiedener, aber miteinander verbundener Themen, die der Autor methodisch angeht, indem er den Leser an die Hand nimmt, ihn durch die Menschenrechtsarena führt, die Realpolitik der Konfliktverhütung, der Friedensschaffung, der nachhaltigen Entwicklungsziele, der Verwirklichung wirtschaftlicher und handelspolitischer Gerechtigkeit erläutert und mit einem neuen funktionalen Paradigma der Menschenrechte abschließt.


Das Buch beschreibt die Aufgaben und Möglichkeiten von UN-Berichterstattern, geht auf die Mechanismen zur demokratischen Durchsetzung der Menschenrechte ein, schlägt konkrete Reformen für den Sicherheitsrat und das UN-Sekretariat vor, erklärt Frieden zum Menschenrecht, prangert überbordende Militärausgaben an, plädiert für Abrüstung für menschliche Sicherheit, stellt fest, dass die Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts der Völker ein entscheidender Mechanismus zur Konfliktverhütung ist, fordert, dass sich die "Herrschaft des Rechts" zur Herrschaft des Rechts entwickelt, erklärt das Recht auf Information zusammen mit dem Recht auf Wahrheit zu einer "conditio sine qua non" für eine funktionierende Demokratie, schlägt eine Charta der Rechte von Hinweisgebern vor, die als Menschenrechtsverteidiger anerkannt werden sollten, bekräftigt das völkerrechtliche Verbot der Anwendung von Gewalt und der Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten, befasst sich mit dem Verhältnis zwischen Wirtschaft und Menschenrechten, erörtert das Für und Wider von öffentlich-privaten Partnerschaften, schlägt eine internationale Steuerbehörde vor, eine internationale Steuerbehörde, eine Finanztransaktionssteuer und die Kriminalisierung von Steueroasen vor, fordert die Abschaffung von Investor-Staat-Schiedsverfahren, da diese gegen Artikel 53 des Wiener Übereinkommens über das Recht der Verträge verstoßen und "contra bonos mores" sind, empfiehlt eine Reform der Bretton-Woods-Institutionen und stellt sicher, dass Weltbank und IWF gemeinsam und nicht gegen Menschenrechte und Entwicklung arbeiten.


Prägnanz, Klarheit und kompromisslose Ethik

Zwei Kapitel dieses vielschichtigen Buches zeichnen sich durch ihre Prägnanz, Klarheit und kompromisslose Ethik aus:


- Kapitel 2, in dem 25 Prinzipien der internationalen Ordnung formuliert werden, und


- Kapitel 12, das der bahnbrechenden Mission des Autors nach Venezuela gewidmet ist, der ersten eines UN-Berichterstatters seit 21 Jahren.


Die de Zayas-Prinzipien der internationalen Ordnung (S. 46-60) wurden von der Präsidentin der UN-Generalversammlung 2018-19, Maria Fernanda Espinosa, als eine "moderne Magna Carta" bezeichnet. Wenn sich die internationale Gemeinschaft darauf einigt, sie umzusetzen, und dabei über die Resolutionen 2625 und 3314 der Generalversammlung hinausgeht, könnte ein gerechter Frieden im 21.


De Zayas stützt sich auch auf die wichtige Arbeit von Virginia Dandan, die als unabhängige UN-Sachverständige für internationale Solidarität eine einschlägige Erklärung verfasst hat, die noch immer auf die Annahme durch die UN-Generalversammlung wartet.


Die Menschenwürde, die Quelle aller Menschenrechte

Professor Carlos Correa, Exekutivdirektor des South Centre, lobt das Buch dafür, dass es ein neues funktionales Paradigma der Menschenrechte vorschlägt, das die künstliche Unterteilung der Rechte in die der sogenannten ersten, zweiten und dritten Generation aufgibt.


Was die Welt braucht, ist die Anerkennung, dass es Grundrechte wie das Recht auf Frieden, Nahrung, Wasser, Unterkunft, Gesundheitsversorgung und Bildung gibt, die notwendigerweise Vorrang vor bestimmten bürgerlichen und politischen Rechten haben. Letzten Endes soll das gesamte Gebäude des Menschenrechtsschutzes sicherstellen, dass wir alle gleiche Voraussetzungen haben, um unsere Persönlichkeit zu entwickeln und unser Potenzial zu entfalten, frei von rassischer, religiöser oder sprachlicher Diskriminierung, ohne künstlichen Druck durch staatliche oder private Zensur und "politische Korrektheit" ertragen zu müssen.


Auf Seite 447 definiert de Zayas das Konzept wie folgt: "Die universellen Menschenrechte stellen ein ganzheitliches System von voneinander abhängigen Ansprüchen und Freiheiten dar. Doch bedeutet 'universell' nicht homologiert oder unempfindlich gegenüber kulturellen Besonderheiten. [...] Die Menschenwürde, die Quelle aller Menschenrechte, diktiert notwendigerweise Prioritäten - eine Hierarchie, die auf gesundem Menschenverstand und gegenseitigem Respekt beruht [...] Die Kodifizierung ist noch nicht abgeschlossen, da eine fortgesetzte Normsetzung notwendig bleibt, um den praktischen Ausdruck und die Ausübung der Menschenwürde besser zu schützen."


De Zayas-Mission in Venezuela

Das Kapitel über die de Zayas-Mission in Venezuela zeigt, dass die illegalen einseitigen Zwangsmaßnahmen der USA gegen Venezuela die Hauptursache für das Leid in diesem Land sind. Die zweite UN-Berichterstatterin, die Venezuela besuchte, Professor Alena Douhan, bestätigte in ihrem Bericht, der dem UN-Menschenrechtsrat im September 2021 vorgelegt wurde, die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen des Zayas-Berichts von 2018, der zur Freilassung Hunderter politischer Gefangener, zur Stärkung der venezolanischen Zusammenarbeit mit UN-Organisationen, darunter FAO, UNDP, UNHCR und WHO, und zur Eröffnung eines Büros des Hochkommissars für Menschenrechte in Caracas führte.


Durch den nicht-konfrontativen Ansatz von Zayas gelang es, Vertrauen aufzubauen und die Freilassung eines in El Helicoide inhaftierten deutschen Journalisten, Billy Six, im März 2019 zu ermöglichen (S. 438)


"Audiatur et altera pars"

De Zayas glaubt an das Prinzip "audiatur et altera pars" [alle Seiten anhören] - in diesem Buch und in all seinen 14 Berichten holt de Zayas proaktiv die Fakten von allen Seiten ein und bewertet die Argumente pro und contra. Manche halten de Zayas für einen emblematischen, ja geradezu quixotischen Berichterstatter, der sich nicht scheut, vom Mainstream-Narrativ abzuweichen, und bereit ist, wegen seiner Kühnheit, Tabus zu brechen, ernsthaftes Mobbing von Regierungen und Nichtregierungsorganisationen (S. 429) und sogar vom OHCHR (S. 188) zu ertragen. Dies mag auch erklären, warum er von der, wie er es nennt, "Menschenrechtsindustrie" (S. 447) ignoriert wurde, die genauso gut den Status quo verteidigen würde.


Fazit

Dieses Buch dürfte viele Leser ansprechen, nicht nur die "Experten". Es gehört in jede juristische Fakultät und jede politikwissenschaftliche Abteilung. Benutzerfreundlich in Ansatz und Inhalt, eignet es sich ohne weiteres als Lehrbuch für Menschenrechte und veranschaulicht die Maxime "si vis pacem cole justitiam" - wenn du Frieden willst, kultiviere soziale Gerechtigkeit.

Wie Professor Carlos Villán Duran, Präsident der Spanischen Gesellschaft für internationales Menschenrecht, schrieb: "Diese klare, praktische, unabhängige und pragmatische Studie ist ein 'mode d'emploi' für die Verwirklichung einer auf Regeln basierenden internationalen Ordnung im Rahmen der UN-Charta." Dieser Einschätzung können wir uns anschließen.


* Johannes van Aggelen hat an der McGill University promoviert. Von 1980 bis 2007 war er Mitarbeiter der Menschenrechtsabteilung der Vereinten Nationen in Genf, Schweiz. Er hat über 200 Briefings zum Menschenrechtsprogramm in Englisch, Französisch, Deutsch, Niederländisch, Spanisch und Arabisch gehalten. Darüber hinaus hat er Gastvorträge an Institutionen auf der ganzen Welt gehalten und ist ein produktiver Autor über internationales Recht in verschiedenen Sprachen.

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E_Law_Aggelen_AdZ_Building-a-Just-World-Order.pdf (1.2 MiB)


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Im Jahr 2011 hat der UN-Menschenrechtsrat das Mandat des Unabhängigen Experten für die Förderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung geschaffen. Dieses Buch enthält die Ergebnisse von Dr. Alfred de Zayas, dem ersten Mandatsträger (2012-2018).


Zayas schlägt konkrete Reformen des UN-Systems, insbesondere des Sicherheitsrats, vor und plädiert für die Anerkennung des Friedens als Menschenrecht, für Selbstbestimmung als Konfliktprävention, für die Senkung der Militärausgaben, für die Umkehrung der negativen Auswirkungen der Politik der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds, für die Vereinbarkeit von Freihandelsabkommen mit den Menschenrechten, für die Abschaffung von Steueroasen und ISDS, für die Linderung der Auslandsschuldenkrise und für die Kriminalisierung von Kriegsprofiteuren und Pandemiegeiern. Zayas prangert einseitige Zwangsmaßnahmen, Wirtschaftssanktionen und Finanzblockaden an, weil sie nachweislich Hunderttausende von Toten verursacht haben.


"Ich hoffe, dass dieses Buch von großem Nutzen für die Förderung und den Schutz der Menschenrechte sein wird." MICHELLE BACHELET, UN-Hochkommissarin für Menschenrechte


"Alfred de Zayas ist ein begnadeter Menschenrechtsanwalt, der an der Seite von Jakob Moller Pionierarbeit bei der Entwicklung der UN-Menschenrechtsjurisprudenz geleistet hat. Er war ein dynamischer Sonderberichterstatter, wie seine Grundsätze für eine demokratische und gerechte internationale Ordnung zeigen." BERTRAND RAMCHARAN, amtierender UN-Hochkommissar für Menschenrechte 2002-2004


"Die 25 Zayas-Prinzipien der internationalen Ordnung sind eine moderne Magna Carta. "MARIA FERNANDA ESPINOSA, Präsidentin der 73. Sitzung der UN-Generalversammlung, 2018-19


"Ein Almanach der Weltordnung und des internationalen Rechts, der einige der wichtigsten Themen unserer Zeit behandelt." HANS KOECHLER, emeritierter Professor für Philosophie, Universität Innsbruck; Präsident, International Progress Organization, Wien 2018-19


"Zayas schlägt ein neues funktionales Paradigma der Menschenrechte für alle vor." PROFESSOR DR. CARLOS CORREA, Universität Buenos Aires, Exekutivdirektor des South Centre


"Dieses Buch geht zu den Quellen von Recht und Gerechtigkeit und schlägt pragmatische Lösungen für viele Probleme vor, auch für die der indigenen Völker." SHARON H. VENNE, Notokwew Muskwa Manitokan, Expertin für internationales Recht und indigene Völker


"Diese klare, praxisnahe, unabhängige und pragmatische Studie ist ein "mode d'emploi" für die Verwirklichung einer regelbasierten internationalen Ordnung im Rahmen der UN-Charta." PROFESSOR CARLOS VILLÁN DURAN, Präsident der Spanischen Gesellschaft für internationales Menschenrechtsrecht


"Dieses facettenreiche Buch schlägt ein neues funktionales Paradigma der Menschenrechte vor, das die künstliche Unterteilung der Rechte in die Rechte der sogenannten ersten, zweiten und dritten Generation aufhebt und einen ganzheitlichen Ansatz für alle Menschenrechte, einschließlich des Rechts auf Entwicklung und des Rechts auf Frieden, befürwortet." PINO ARLACCHI, Mitglied des Europäischen Parlaments und ehemaliger Generaldirektor des UN-Büros in Wien






New release

“Building a Just World Order”

A New Functional Paradigm of Human Rights by Johannes van Aggelen* (14 February 2022) Alfred de Zayas’s “Building a Just World Order” is fascinating and erudite book that encompasses in fourteen sections the spectrum of human rights issues dealt with by the Office of the UN High Commissioner for Human Rights, where the author worked as a senior lawyer for over two decades, and which he also served as a consultant and UN Independent Expert on the Promotion of a Democratic and Equitable International Order (2012–2018). In his 14 reports submitted to the UN Human Rights Council and General Assembly, Professor Alfred de Zayas proves that UN rapporteurs can be more than bureaucrats, paper-pushers, ideologues, politicians or narrative managers. Each report has added value, and this book, which builds on those reports, is not a mere compilation of information available on the internet, but provides a coherent analysis of the challenges faced by the UN Secretary General, High Commissioner, Human Rights Council, and civil society in identifying problems and devising pragmatic and implementable solutions. Books like this give us hope that the sometimes cumbersome and sclerotic human rights protection system may yet deliver on human rights and inspire legislators to go beyond lip service to human rights and adopt the necessary laws and enforcement mechanisms. The author’s vision is that with perseverance and good faith, human rights can be made juridical, justiciable and enforceable.

(https://www.claritypress.com/product/building-a-just-world-order/)

A new functional paradigm of human rights What strikes the reader confronted with 480 pages of dense text and thousands of footnotes is the logical arrangement of distinct but interrelated issues, which the author tackles methodically, taking the reader by the hand onto the human rights arena, walking him about, elucidating the Realpolitik of conflict-prevention, peace building, sustainable development goals, achieving economic and trade justice, and concluding with a new functional paradigm of human rights. The book describes the tasks and possibilities of UN rapporteurs, addresses the mechanisms for the democratic pursuit of human rights, proposes concrete reforms to the Security Council and UN Secretariat, declares peace to be a human right, denounces extravagant military expenditures, pleads for disarmament for human security, states that the realization of the right of self-determination of peoples is a crucial conflict-prevention mechanism, demands that the “rule of law” evolve into the rule of justice, declares the right to information together with the right to truth to be a “conditio sine qua non” for a functioning democracy, proposes a charter of rights of whistle-blowers, who should be recognized as human rights defenders, reaffirms the international law prohibition of the use of force and of interference in the internal affairs of other States, considers the relationship between business and human rights, discusses the pros and cons of public-private partnerships, proposes an international tax authority, a financial transactions tax and the criminalization of tax havens, demands that investor-state-dispute settlement arbitrations be abolished as contrary to article 53 of the Vienna Convention on the Law of Treaties as “contra bonos mores”, recommends reforming the Bretton Woods Institutions and ensuring that the World Bank and IMF work in tandem and not against human rights and development. Conciseness, lucidity and uncompromising ethics Two chapters of this multifaceted book stand out by their conciseness, lucidity and uncompromising ethics: • chapter 2, which formulates 25 Principles of International Order, and • chapter 12, devoted to the author’s ground-breaking mission to Venezuela, the first by a UN rapporteur in 21 years. The de Zayas principles of international order (pp. 46–60) were described by the President of the UN General Assembly 2018–19, Maria Fernanda Espinosa, as a “modern Magna Carta”. Indeed, if the international community agreed to implement them, going beyond the thrust of General Assembly Resolutions 2625 and 3314, peace with justice could be ensured in the 21st century. De Zayas also relies on the important work of Virginia Dandan, who as UN Independent Expert on International Solidarity drafted a pertinent declaration that still awaits adoption by the UN General Assembly. Human dignity, the source of all human rights Professor Carlos Correa, Executive Director of South Centre, praises the book for proposing a new functional paradigm of human rights, abandoning the artificial division of rights into those of the so-called first, second, and third generation. What the world needs is recognition that there are enabling rights such as the right to peace, food, water, shelter, healthcare, education, that necessarily take priority over certain civil and political rights. Ultimately the whole edifice of human rights protection is there to ensure that all of us have a level playing field in which we can develop our personalities and achieve our potential, free of racial, religious or linguistic discrimination, without having to endure artificial pressures of governmental or private-sector censorship and “political correctness”. On page 447 de Zayas defines the concept as follows: “Universal human rights constitute a holistic system of interdependent entitlements and freedoms. Yet, ‘universal’ does not mean homologated or insensitive to cultural specificities. […] Human dignity, the source of all human rights, necessarily dictates priorities – a hierarchy based on common sense and mutual respect […] Codification has not been concluded, since continuing standard-setting remains necessary to better protect the practical expression and exercise of human dignity.” De Zayas mission to Venezuela The chapter on the de Zayas mission to Venezuela reveals that the illegal unilateral coercive measures imposed by the US on Venezuela constitute the principal cause of the suffering in that country. The second UN rapporteur to visit Venezuela, Professor Alena Douhan, confirmed in her report, submitted to the UN Human Rights Council in September 2021, the findings and conclusions of the 2018 Zayas report, which resulted in the liberation of hundreds of political detainees, the strengthening of Venezuelan cooperation with UN agencies, including FAO, UNDP, UNHCR and WHO, and the opening of a Caracas Office of the High Commissioner for Human Rights. The non-confrontational approach employed by Zayas succeeded in building confidence and enabled the liberation of a German journalist detained in El Helicoide, Billy Six, in March 2019 (p. 438) “Audiatur et altera pars” De Zayas believes in the principle “audiatur et altera pars” [listen to all sides] – throughout this book and in all of his 14 reports de Zayas proactively gets at the facts from all parties, and evaluates the arguments pro and con. Some consider de Zayas to be an emblematic, even Quixotic rapporteur, not afraid to dissent from the mainstream narrative and prepared to endure serious mobbing from governments and non-governmental organizations (p. 429) and even from OHCHR (p. 188) because of his boldness in breaking taboos. This may also explain why he has been ignored by what he calls the “human rights industry” (p. 447), which would just as well defend the status quo. Bottom line This book should appeal to many readers, not only to the “experts”. It belongs in every law school and political science department. User-friendly in approach and content, it readily lends itself as a human rights textbook, illustrating the maxim “si vis pacem cole justitiam” — if you want peace, cultivate social justice. As Professor Carlos Villán Duran, President of the Spanish Society for International Human Rights Law wrote: “This lucid, hands-on, independent, pragmatic study is a ‘mode d’emploi’ for achieving a rules-based international order under the UN Charter.” We can endorse this assessment. * Johannes van Aggelen holds a doctorate from McGill University. From 1980 until 2007 he was a staff member of the U.N. Human Rights Department in Geneva, Switzerland. His teaching experience includes over 200 briefings on the human rights program in English, French, German, Dutch, Spanish, and Arabic. Additionally, he has guest lectured at institutions world-wide and is a prolific writer on international law in various languages.


 
 
 

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