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Sachs: USA sind dabei, die Ukraine in den Abgrund zu ziehen, wie sie es mit Afghanistan getan haben

13. Aug. 2023
2 Min. Lesezeit

Jeffrey Sachs: (Übersetzung von Teilen des Videos vom WL) Die USA unterstützten russlandfeindliche nationalistische Kräfte in dem ethnisch, religiös, kulturell und sprachlich tief gespaltenen Land 2014 die Regierung zu stürzen; sie trat für Neutralität des Landes ein. Die US-Regierung tat nichts zur Sicherung der Stabilität, sondern half eine (nicht gewählte) russlandfeindliche Regierung 2014 zu installieren. Als russischsprachige Ost-Ukrainer dagegen protestieren und auch Gewalt einsetzten, meinte die USA: Kein Problem, wir bewaffnen Kiew, um dien Proteste zu unterdrücken. Deutschland und Frankreich vermittelten das Minsker Abkommen für eine friedliche Beilegung des innerukrainischen Konflikts. Die USA ignorierten das Abkommen und bestanden darauf: Die Ukraine wird in die NATO und die EU aufgenommen. Russland ist zu schwach, dem etwas entgegensetzen zu können. Und auch die Ukraine ignorierte das von ihnen unterschriebene Abkommen. Sollte es Russland doch wagen, einzumarschieren, werden wir Russland mit Wirtschaftssanktionen in die Knie zwingen. Das glaubten sie in Washington. Putins Versuche zu verhandeln, wurden von den USA ignoriert. Als Russland dann einmarschierte, regte Selensky plötzlich Verhandlungen mit Russland an. Sie verhandelten in Ankara und waren dabei, eine Abmachung zu erzielen. Da intervenierten die USA und erklärten Selensky: Ein Übereinkommen mit Russland ist nicht nötig, wir geben euch alles, um Russland zu besiegen. Das war eine Illusion gespeist aus typischer US-Arroganz: Unsere überlegenen Waffen und Sanktionen garantieren die Sieg. Das erwies sich als falsch: Russland mobilisierte seine Kräfte und war militärisch viel stärker als im Westen vermutet. Und seither blutet die Ukraine aus. Zehntausende tote Soldaten allein in den vergangenen Wochen. Den Westen kümmert das nicht, er puscht die Ukraine zu weiteren Vorstößen und liefert mehr Waffen. Ukrainer sterben, nicht US-Amerikaner, die USA können Waffen verkaufen, an denen ihre Unternehmen gut verdienen. Russland eskaliert nun, und der Westen hat nun keinen Plan mehr, nachdem seine Träume vom leichten Sieg verflogen sind. Biden spielt in diesem Desaster eine führende Rolle dabei, die Ukraine zu einem Afghanistan zu machen, ein Land, das die USA über 40 Jahre mit Gewalt stranguliert haben. Das werden sie auch erleben, wenn die Ukrainer nicht aufwachen und sich dem nicht entgegenstellen. Und zum Niger: Was dort zum Ausdruck kommt, ist die gleiche Arroganz: Die Lage der Menschen im Sahel ist so hoffnungslos, aber es interessierte und interessiert im Westen niemanden, das zu ändern. Wenn Sachs über die Armut in Washington berichtete, wurde er nur ausgelacht und gefragt: Was geht uns das an? Nichts! Sachs: Dieses Denken herrscht bei den Westmächten vor.

Der Westen hat keinen Plan mehr, wie es weiter gehen soll. Er will seine Fehleinschätzung nicht eingestehen und macht trotz der Fehlschläge weiter. Nach wir - und vielleicht deshalb - wächst das Risiko der Eskalation zum Weltkrieg. In diese Richtung puscht die Ukraine im Angesicht ihrer Niederlage. Auch davor warnt jetzt Prof Sachs:

 
 
 

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