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Soziale Ungleichheit eskaliert: Reichste Milliardäre verdoppeln Einkommen - 160 Millionen mehr Arme

30. Jan. 2022
2 Min. Lesezeit

Oxfams Ungleichheits-Bericht: Gewaltige Ungleichheit – der Fehler liegt im System

Anlässlich der virtuellen „Davos Agenda“ des Weltwirtschaftsforums veröffentlicht Oxfam den Bericht „Gewaltige Ungleichheit“. Der Bericht zeigt, wie die Corona-Pandemie soziale Ungleichheit das zweite Jahr in Folge dramatisch verschärft, warum die Lösung in einem gerechteren Wirtschaftssystem liegt und was die Politik konkret tun sollte.


Oxfam: Mehr Reichtum, mehr Armut

Die Corona-Pandemie hat einem Bericht der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam zufolge die Kluft zwischen Arm und Reich weltweit drastisch verschärft. Das Vermögen der zehn reichsten Milliardäre habe sich zwischen März 2020 und November 2021 verdoppelt, während gleichzeitig mehr als 160 Millionen Menschen zusätzlich in Armut geraten seien. Europas Presse diskutiert den Bericht und fragt nach den Folgen.


Ein ausführliches Gespräch mit dem Ökonomen Stephan Schulmeister. Wir spannen dabei eine breiten Bogen: Von einer für manche sicherlich überraschenden Analyse der Beweggründe Russlands, die zu den jüngsten Eskalationen geführt haben könnten, über den seit 30, 40 Jahren zunehmenden Krisenprozess des internationalen kapitalistischen Systems (er verwendet hier den Terminus "Strangulierungskrise") hin zu den - kaum mehr zukunftsträchtigen - politischen und ökonomischen Konzepten des Neoliberalismus bis zu einer Skizzierung möglicher Zukunftskonzepte. Für die nächsten Jahre sieht Schulmeister vor allem auch für Europa eine schwierige Übergangsphase, in der er aber angesichts von Programmen wie den "Green Deal" für Europa durchaus positive Zukunftsaspekte sieht. Zusätzlich sieht er vor allem auf der nationalen Ebene die Notwendigkeit von zusätzlichen sozialen Programmen. Vor allem bei Letzterem setzt er auch eine gewisse Hoffnung in ein Wiedererstarken der europäischen Sozialdemokratie, welche sich von neoliberalen Ideen, die in den 80er und 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts in die Bewegung eingedrungen sind, distanzieren muss.





 
 
 

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