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Putin beim BRICS-Gipfel: Kehren zum Getreideabkommen zurück, wenn Russland Getreide exportieren kann

22. Aug. 2023
1 Min. Lesezeit

Putin kritisierte beim Brics-Gipfel per Video Getreideabkommen mit Kiew. Russlands Präsident: "Die Verpflichtungen gegenüber Russland diesbezüglich wurden einfach ignoriert" 22. August 2023, 19:42


Moskau – Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Aufkündigung des Getreideabkommens mit der Ukraine erneut mit scharfer Kritik am Westen und an Kiew gerechtfertigt. Keine der vertraglich festgehaltenen Bedingungen zur Erleichterung des Exports von russischem Getreide und Dünger sei erfüllt worden, klagte der Kreml-Chef am Dienstag bei einer per Video übertragenen Rede auf dem Gipfeltreffen der Brics-Staaten in Südafrika. "Die Verpflichtungen gegenüber Russland diesbezüglich wurden einfach ignoriert", behauptete er. Moskau werde die Blockade ukrainischer Häfen erst dann wieder aufheben und zum Abkommen zurückkehren, wenn alle russischen Forderungen erfüllt seien, so Putin weiter. Mit Beginn seines Angriffskriegs gegen die Ukraine vor 18 Monaten hat Russland auch eine Seeblockade gegenüber den Häfen des Nachbarlands verhängt. Da die Ukraine ein wichtiger Getreideexporteur ist, wuchs international die Sorge vor einer Lebensmittelkrise. Für die weltweit auch durch hohe Lebensmittelpreise gestiegene Inflation machte Putin beim Brics-Gipfel einmal mehr den Westen verantwortlich. Zugleich bot er an, ukrainische Getreidelieferungen auf dem Weltmarkt durch russische Transporte zu ersetzen, "sowohl auf kommerzieller Basis als auch durch unentgeltliche Hilfe an die bedürftigen Länder". In einem ersten Schritt habe Russland beschlossen, sechs afrikanischen Ländern gratis zwischen 25.000 und 50.000 Tonnen Getreide zu liefern, sagte der 70-Jährige. Das Angebot hatte Putin bereits auf einem Russland-Afrika-Gipfel im Juli gemacht. Die Mitglieder der Brics-Gruppe wichtiger Schwellenländer sind Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

 
 
 

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