Ostbeauftragter der Linksfraktion ruft auf zu Montagdemos zum Stopp der Rutschbahn in Existenznot

Der Linke Sören Pellmann fordert wegen steigender Gaspreise eine Neuauflage – und stellt einen anderen historischen Bezug her. Die Gasumlage sei ein »Schlag gegen den Osten« und »der schärfste soziale Einschnitt für die Bürger seit den Hartzreformen der 2000er-Jahre«, sagte Pellmann in Berlin. Mit Montagsdemos protestierten die Menschen in Ostdeutschland einst gegen das DDR-Regierung.

Der Leipziger Linkenpolitiker Sören Pellmann sieht insbesondere die Menschen in den ostdeutschen Bundesländern von der Erhöhung der Gaspreise durch Ukrainekrieg und westliche Sanktionen betroffen. Er sitzt als Abgeordneter für den Wahlkreis Leipzig II im Bundestag und ist Ostbeauftragter der Bundestags-Linksfraktion. Die Umlage soll Gasversorgern zugutekommen, die zu hohen Preisen Ersatz für ausbleibende, günstigere Gasmengen aus Russland kaufen müssen. Die Höhe soll am Montag bekannt gegeben werden. Die Umlage gilt ab Anfang Oktober, dann werden auch Verbraucher an den Mehrkosten beteiligt. Ostdeutsche werde die geplante Gasumlage noch härter treffen. Wegen geringerer Einkommen und Rücklagen seien sie besonders anfällig für explodierende Energiepreise. »Die Gasumlage ist für Hunderttausende Ostdeutsche eine Rutschbahn in die Existenzkrise«, sagte Pellmann. »Die Menschen sollten sich wehren. Wir brauchen neue Montagsdemos im Osten wie damals gegen Hartz IV.« Ab 2004 gab es deutschlandweit auch gegen die von der damaligen SPD-geführten Regierung beschlossene Agenda 2010 mit weitreichenden staatlichen Kürzungen bei Sozialleistungen »Montagsdemonstrationen«.

Gasumlage: Linken-Politiker Sören Pellmann ruft zu Montagsdemos auf (msn.com)


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