Anschlag: Biden hatte angekündigt, dass sie verhindern werden, dass Nordstream in Betrieb geht, wenn
Doch waren es die USA? Und wenn, würden uns die europäischen Regierungen das verraten? Nord-Stream-Ermittlungen: Ein schwedischer Forscher bringt eine Reihe Hypothesen in Umlauf
Auszüge aus einem Artikel der NZZ: Während sich staatliche Akteure über ihre Ermittlungen zu den Nord-Stream-Pipelines bedeckt halten, hat eine schwedische Zeitung auf eigene Faust Bilder machen lassen. Nun gibt es Theorien zur Entstehung der Lecks. Und Umweltforscher sind beunruhigt wegen der Folgen.
Die Ergebnisse der offiziellen Untersuchung, die Schwedens Geheimdienst Säpo nach den Lecks an den Erdgasleitungen Nord Stream hat durchführen lassen, sind nach wie vor geheim. Schweden will sie vorläufig nicht mit anderen Staaten teilen. Doch seit Abschluss der Säpo-Ermittlungen ist das vorübergehend gesperrte Gebiet um die Lecks für Untersuchungen durch andere freigegeben. Die fragliche Stelle befindet sich zwar in der zu Schweden gehörenden exklusiven Wirtschaftszone, nicht aber in schwedischen Territorialgewässern.
Staatliche Akteure aus mehreren Ostsee-Anrainerländern haben die Möglichkeit eigener Erkundungen genutzt. Am Donnerstag wurde mit dem russischen Serviceboot «Nefrit» vor Ort auch ein Schiff gesichtet, das im Auftrag der Betreibergesellschaft Nord Stream AG eine Untersuchung durchführen soll.
Schwedens Marine war darüber informiert und verstärkte ihre Präsenz im Gebiet, wie aus einer Mitteilung von Jimmie Adamsson, dem Kommunikationschef der Marine, hervorging. Laut Adamsson ist die «Nefrit» nicht in Begleitung von Einheiten der russischen Marine, und es gebe derzeit keine Anzeichen dafür, dass sich das ändern solle.
Oskar Franberg, ein Marinetechnik-Experte der Technischen Hochschule Blekinge in Südschweden betrachtet es als unwahrscheinlich, dass der Angriff von einem Schiff an der Oberfläche ausgegangen sein könnte, denn der Schiffsverkehr sei an dieser Stelle der Ostsee durch Radar sehr gut dokumentierbar. Plausibler sei eine Aktion durch Taucher, die mittels U-Boot an die fragliche Stelle gebracht worden seien, oder durch eine ferngesteuerte Unterwasserdrohne. Nicht auszuschliessen sei ferner, dass es um die Detonation einer in der Pipeline von Anfang an eingebauten Sprengladung gehe oder dass die Ladung durch ein Pipeline-Unterhaltsgerät, wie es etwa für Inspektionen oder Reinigung verwendet werde, an die Stelle gebracht worden sei.
In jedem Fall, sagte Franberg, handle es sich um eine sehr komplizierte Operation, die eine anspruchsvolle Logistik erfordere. Denn solche Rohrleitungen würden so robust konstruiert, dass sie grossen Belastungen standhalten könnten, auch etwa dem zufälligen Kontakt mit einer Seemine. Solche Minen aus dem Zweiten Weltkrieg gebe es in vergleichsweise grosser Zahl in der Ostsee.





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