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Minister will ihnen die Staatsbürgerschaft entziehen! Friedrich Merz bügelt jede Kritik an Israel ab und rechtfertigt seine Unterstützung mit Waffenlieferungen damit, dass Israel eine Demokratie sei.

14. Sept.
2 Min. Lesezeit

Sie hatten nur ihre israelische Landsleute interviewt und das dokumentiet

Der israelische Kulturminister Miki Zohar will den beiden preisgekrönten Regisseuren der Gaza-Dokumentation »Naza« die Staatsbürgerschaft entziehen. Zohar warf der Filmemacherin Rachel Szor und ihrem Kollegen Yuval Abraham am Sonntag im Onlinedienst X »Verrat am Staat« Israel vor. Sie seien bereit, »ihrem Heimatland zu schaden, um Beifall von Antisemiten auf der ganzen Welt zu erhalten«. Er werde daher »unverzüglich Maßnahmen ergreifen«, um Szor und Abraham die israelische Staatsbürgerschaft zu entziehen. Israel: Minister wollen Regisseuren von Gaza-Dokumentation die Staatsbürgerschaft entziehen


„Ich kann auf jedes Haus klicken und sehen, wie viele Menschen verletzt oder getötet werden, wenn ich es bombardiere ... Einmal gab es die Freigabe, 500 Menschen für ein einziges menschliches Ziel zu töten.“


Der Dokumentarfilm „NAZA“ basiert auf den Aussagen von 24 israelischen Militär- und Geheimdienstangehörigen. Alle waren an Überwachung, Zielauswahl und an Angriffen gegen den belagerten Gazastreifen  beteiligt.



Über mehrere Jahre wurden anonymisierte Interviews der Beteiligten geführt.



„NAZA“ ist ein Begriff aus Israels Militärapparat. Er bezeichnet die Zahl der Zivilisten, deren Tod bei einem Angriff im Voraus als „Kollateralschaden“ einkalkuliert wird.



Zivile Opfer wurden demnach bereits vor Angriffen berechnet und bewusst in Kauf genommen.



Nach Angaben der Regisseure Yuval Abraham und Rachel Szor wussten Geheimdienstoffiziere teilweise in Echtzeit, dass sich ganze Familien in den anvisierten Häusern befanden.



Einer der Befragten schildert, er habe Gespräche, Fernseher, Gebete und sogar weinende Babys gehört und dennoch die Freigabe zur Bombardierung erteilt.



Auf die Frage nach dem Warum antwortete er: „Man versteht, dass das Ziel darin besteht, zu zerstören.“ In zahlreichen Fällen sei die eigentlich gesuchte Zielperson beim Angriff nicht einmal im Gebäude gewesen.



Auch KI-gestützte Überwachungs- und Zielsysteme, die große Mengen an Mobilfunk- und Bewegungsdaten auswerteten und Personen sowie Wohngebäude als mögliche Angriffsziele markierten, sollen zum Einsatz gekommen sein. Im Film ist dabei von einer Fehlerquote von bis zu 15 Prozent die Rede.



Ein Insider berichtet von 20 einkalkulierten zivilen Toten pro Angriff. Für ein einziges Ziel sei mal ein „NAZA“ von 500 Menschen genehmigt worden. Laut Reuters konnte selbst ein Hinweis wie „Papa ist zu Hause“ auf dem Telefon eines Kinds dazu beitragen, einen Angriff auszulösen.



 
 
 

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