Militär-Denkfabrik in London: Russland ist zum Waffenstillstand & Friedensverhandlungen bereit: Erweiterte russisch kontrollierte Gebiete kommen zu Russland, Ukraine kann in die EU, nicht in die NATO
Das schreiben Analysten des renommierten Königlichen Instituts der Vereinigten Streitkräfte für Verteidigungs- und Sicherheitsstudien (Rusi), einer Militär-Denkfabrik aus London.
Die Autoren der Studie, Jack Watling und Nick Reynolds, schreiben, dass der innere Machtzirkel in Moskau felsenfest vom Sieg über die Ukraine überzeugt sei. Russland sei demnach bereit, über einen Waffenstillstand und in einem weiteren Schritt über Frieden zu verhandeln, wenn folgende Bedingungen erfüllt werden: Erstens gibt Kiew die unter russischer Besatzung stehenden Gebiete im Osten und Süden des Landes, die Großstädte Charkiw und Odessa auf. Zweitens stimmt die ukrainische Führung zu, der Nato nicht beizutreten. Drittens müsse der Rest der Ukraine von einer Person regiert werden, die auch Russland anerkenne. „Das einzige nennenswerte Zugeständnis, das Russland derzeit vorschlägt, besteht darin, dass der Rest der Ukraine der EU beitreten kann“, heißt es in dem Papier.
Die Analysten betonen in ihrem Papier die starken Anstrengungen der russischen Rüstungsproduktion. Auch die britische Tageszeitung Guardian geht davon aus, dass die Militärausgaben Moskaus auf schätzungsweise 7,5 Prozent des russischen Bruttoinlandsproduktes gestiegen sind.
Der Ukraine-Krieg habe die russische Wirtschaft in kürzester Zeit transformiert und Militärausgaben in den Mittelpunkt der Industrie gestellt: Lieferketten werden umgestaltet, westliche Sanktionspakete erfolgreich und innovativ umgangen, Fabriken stellen Munition, Waffen und Fahrzeuge her, obligatorische Zwölf-Stunden-Schichten bestimmen den Alltag in den russischen Werken.
An der Front sei Russland im Artilleriefeuer der Ukraine mittlerweile im Verhältnis drei zu eins überlegen, oft sogar noch mehr.





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