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Kiews Führung braucht einen Ausweg, sonst droht ein Kollaps.Ihre Ressourcen für den Krieg gehen zur Neige. Es fehlen Geld+Menschen für einen langen Krieg.Ukrainischer Ökonom sieht baldiges Kriegsende.

24. Sept.
1 Min. Lesezeit

Der Krieg in der Ukraine nähert sich nach Einschätzung des ukrainischen Wirtschaftswissenschaftlers Oleksij Kuschtsch seinem Ende. Der Grund sei jedoch kein militärischer Durchbruch und kein diplomatischer Erfolg. Der Ukraine gingen schlicht die Mittel aus, um den Krieg fortzusetzen. Das gelte auch für die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland, die sich inzwischen um zwei Drittel verringert habe. Kuschtsch äußerte sich im YouTube-Kanal des Kiewer Politologen Jurij Romanenko.

„Das lässt sich schon bei näherer Betrachtung beobachten“, sagte Kuschtsch. „Ich sehe, wie sich systemische Schäden anhäufen. Das zeigt sich an einer ganzen Reihe von Faktoren, darunter wirtschaftlichen und außenpolitischen.“ Der Ökonom beschreibt eine Erschöpfung, die weit über den Staatshaushalt hinausreiche. „Offensichtlich gehen die Ressourcen des Krieges über die gesamte Bandbreite der Potenziale zur Neige. Das betrifft nicht nur Geld oder finanzielle Mittel. Es betrifft auch die Belastungsreserven der Infrastruktur, das demografische Potenzial und sogar das mentale Potenzial.“

Ukraine-Experte: „Unter den Trümmern“

Nach Kuschtschs Darstellung ist sich die Führung in Kiew dieser Lage bewusst. Früher oder später werde die Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj deshalb nach Wegen suchen, den Krieg zu beenden. Er formuliert das als Alternative mit drastischen Folgen. „Sie müssen verstehen, dass sie entweder beginnen, bestimmte Schritte zu unternehmen, die auf die Suche nach Lösungen für einen Ausstieg aus dem Krieg abzielen. Oder alle könnten schlicht unter den Trümmern dieser Konstruktion landen, auch die politischen Eliten.“

 
 
 

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