Nicht aufgeklärt, im Westen kaum beachtet: Die Verbrennung von Menschen im Gewerkschaftshaus Odessa


Lauffeuer - Eine Tragödie zerreißt Odessa - Dok. Der im März 2015 veröffentlichte Film von Ulrich Heyden und Marco Benson beschreibt die Brandangriffe eines nationalistischen Mobs auf das Gewerkschaftshaus in Odessa am 2. Mai 2014 bei denen 42 Menschen starben. Durch aufwendige Recherchen konnten erste Hinweise auf Organisatoren und politische Nutznießern der mörderischen Angriffe ermittelt werden. In dem Film wird angedeutet, dass es sich bei der Brand-Attacke auf das Gewerkschaftshaus in Odessa, um eine geplante Strafaktion gegen die Bewegung für eine Föderalisierung der Ukraine handelte. Entstanden ist der Film als Gemeinschaftsarbeit von Ulrich Heyden, Marco Benson und Leftvision. Die Premiere fand am 18. Februar 2015 im Moviemento-Kino in Berlin statt. Der Film wurde in deutscher Sprache zuerst veröffentlicht am 12. März 2015 unter der Adresse https://www.youtube.com/watch?v=LXRIu...​ Weitere Fassungen in verschiedenen Sprachen findet man hier: https://www.youtube.com/watch?v=WZ6WD...​ (german with russian subtitles) https://youtu.be/OErKKcuBTlY​​ (german with english subtitles) https://www.youtube.com/watch?v=YWJ4D...​ (german with greek subtitles) "Lauffeuer" wurde in den Deutschland auf zahlreichen Veranstaltungen gezeigt, die sich kritisch mit den Verhältnissen in der Ukraine befassten. Das deutsche Fernsehen zeigte "Lauffeuer" nicht, obwohl er bis heute der einzige deutschsprachige Film ist, der die politischen Hintergründe der Tragödie am 2. Mai 2014 in Odessa kritisch beleuchtet. Finanziert wurde der Film ausschließlich über Spenden, für die über die Plattform Betterplace geworben wurde. Außerdem steckt in dem Film viel unbezahlte Arbeit der an dem Projekt Beteiligten. Nachtrag: Youtube hat am 6. Januar 2019 eine Altersbeschränkung über unseren Film verhängt. Angeblich läge eine Beschwerde vor. Die Maßnahme ist meiner Meinung nach politisch motiviert, denn wir haben in dem Film aus ethischen Gründen auf das Zeigen der Toten im Gewerkschaftshaus verzichtet. Im Internet kursierten 2014 schreckliche Bilder von verkohlten Menschen auf Treppenstufen und einer strangulierten Frau in einem Bürozimmer des Gewerkschaftshauses. Doch all das, was an besonders schrecklichen Bildern in großer Fülle vorliegt, zeigten wir in unserem Film bewusst nicht. Um den Film nicht mit Gewalt zu überladen, wurden bestimmte Szenen aus dem Gewerkschaftshaus von der Grafikerin Karlotta Freier künstlerisch dargestellt. Ich habe nun von meinem Recht der Beschwerde gegen die Altersbeschränkung Gebrauch gemacht und an Youtube einen Brief folgenden Inhalts geschrieben: "Der mit Preisen ausgezeichnete Film hat dokumentarischen und zeitgeschichtlichen Charakter. Er ist ein unabdingbarer Bestandteil der politischen Bildung. Tote wurden bewusst nicht gezeigt." Doch mein Einspruch hatte keinen Erfolg. Im Dezember 2019 habe ich einen weiteren Film über zwei Überlebende des Brandes in Odessa veröffentlicht. Man kann ihn unter diesem Link aufrufen: https://youtu.be/A4tnQUP76Kw

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