Prof. Sachs: Mit dem Krieg haben die USA ein Desaster über Afghanen gebracht: 1 Billionen für nichts

Jeffrey Sachs ist Professor und Direktor des Zentrums für nachhaltige Entwicklung an der Columbia University. Er ist ein führender Intellektueller in globalen Wirtschaftsfragen im Allgemeinen und in Fragen der nachhaltigen Entwicklung im Besonderen.

Mit ihrer Unterstützung radikaler Gruppen hatten die USA schon vor 1979 die Intervention der Sowjetunion mit provoziert. Die USA hat ein so starkes Militär, dass sie meinen, durch seinen Einsatz überall Probleme lösen zu wollen. Militär aber könne keine Probleme lösen. Die Amerikaner waren nicht bereit, Krankenhäuser oder Schulen zu bauen, sondern ihr Geld in militärische Aktionen gesteckt. Afghanistan ist so rohstoffreich, das hätte gut genutzt werden können, um die Armut zu überwinden. Ich bin so traurig über die US-Außenpolitik.

Hier wählt er einen ungewöhnlichen Weg der Kommunikation: Anstatt auf viele "akademische" Fragen und Dimensionen des von den USA geführten Krieges gegen Afghanistan seit 2001 einzugehen, charakterisiert er die zugrunde liegende Mentalität, die Qualität der Entscheidungen und den Wissensstand, indem er mehrmals das Wort "Dummheit" verwendet.

Und genau das ist es, was diese US-Politik war: dumm. Wieder und wieder dumm.

Wir finden es wichtig, dass Menschen, die sich als exzellente Intellektuelle erwiesen haben, nicht das Gefühl haben, das Persönliche und das Akademische trennen zu müssen, und sich frei fühlen, sich in einfacher Sprache auszudrücken - was natürlich auch ein Gefühl der Frustration und Wut über eben diese Ignoranz ... Dummheit und ihre tragischen menschlichen Folgen ausdrückt.

Vielleicht hat diese Art der Kommunikation eine bessere Chance, die Menschen wachzurütteln?




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