Italienische Regierung erschwert gezielt das Retten von Menschen aus Seenot
Seenotretter klagen Italien wegen Zuweisung weit entfernter Häfen
Zuletzt wurde der NGO SOS Humanity mit ihrem Schiff Humanity 1 ein 1.300 Kilometer entfernter Hafen zugewiesen, obwohl stark geschwächte, gerettete Menschen an Bord waren
Rom – Die im Mittelmeer aktiven Seenotrettungsorganisationen SOS Humanity, Sea Eye und Mission Lifeline klagen gegen Italiens Praxis, den privaten Rettungsschiffen Häfen zuzuweisen, die weit vom Rettungsgebiet entfernt sind. Auf diese Weise werde das Leben der geretteten Menschen gefährdet, kritisierten die Hilfsorganisationen am Sonntag und kündigten ein Klage bei einem Verwaltungsgericht in Rom an.

Die seit Oktober regierende italienische Rechtsregierung hat den Kurs gegenüber NGOs, die im Mittelmeer Menschen aus Seenot retten, verschärft. Die Regierung wirft den Hilfsorganisationen vor, mit ihren Einsetzen das Schlepperwesen zu unterstützen. Mit einer neuen Regelung wurde die Anzahl der Rettungen pro Ausfahrt der NGO-Schiffe beschränkt. Damit soll die Zahl der ankommenden Menschen begrenzt werden. Zudem weisen die italienischen Behörden den NGO-Schiffen Landungshäfen in Norditalien zu, die mehrere Reisetage vom Rettungspunkt entfernt liegen. Argumentiert wird dies mit der Überlastung der Flüchtlingsaufnahmezentren in Süditalien.





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