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Gelingt es Präsident Putin, im blutigen Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan zu vermitteln?

25. Mai 2023
2 Min. Lesezeit

Viele Menschen verloren im Konflikt ihr Leben, auch in den vergangenen Jahren. Es wäre eine politisch-menschlich großartige Leistung wenn die Politiker beider Staaten mit Russlands Hilfe Kompromisse finden können und dafür sorgen, dass das Sterben ein Ende hat und nicht wieder aufflammt.



Armenien und Aserbaidschan wollen Streit um Bergkarabach beilegen Armeniens Regierungschef Paschinjan und Aserbaidschans Präsident Aliyev verhandeln nun unter Vermittlung Wladimir Putins in Moskau Nach jahrzehntelangem Kampf um die Konfliktregion Bergkarabach im Südkaukasus wollen die verfeindeten Ex-Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan ihren Streit beilegen. Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan bekräftigte am Donnerstag in Moskau seine Ankündigung von dieser Woche, Bergkarabach als Teil Aserbaidschans anzuerkennen und alle Verkehrsverbindungen zu öffnen.


"Ich denke, dass es die Möglichkeit eines Friedensabkommens gibt – insbesondere angesichts der Tatsache, dass Armenien offiziell Karabach als Teil Aserbaidschans anerkannt hat", erwiderte der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev. Unter Vermittlung von Kreml-Chef Wladimir Putin sollten Aliyev und Paschinjan am Abend zusammenkommen, um womöglich das Friedensabkommen zu fixieren. Es war zunächst unklar, ob das gelingen würde. Nicht mit am Tisch sitzt die Führung der international nicht anerkannten Region Bergkarabach. Nach dem letzten Krieg 2020 hatte Putin einen Waffenstillstand vermittelt und 2.000 russische Soldaten in die Region geschickt, um die Vereinbarung durchzusetzen. Trotzdem kam es immer wieder zu blutigen Gefechten. Auch große Teile der armenischen Bevölkerung sind gegen eine Aufgabe der Konfliktregion.



Der Krieg um Bergkarabach 2020 war eine militärische Auseinandersetzung zwischen den Streitkräften Armeniens und denen der Republik Arzach auf der einen Seite und den Streitkräften Aserbaidschans auf der anderen Seite, die im Juli 2020 begann und vier Monate später mit einem Sieg Aserbaidschans endete. Sie ist Teil des Konflikts um die Region Bergkarabach, wo sich 1991 die Republik Arzach für unabhängig erklärte und einen Krieg gegen Aserbaidschan 1994 mit armenischer Unterstützung gewann, international jedoch nicht anerkannt wurde.

Die Kämpfe begannen im Juli 2020 an der gemeinsamen armenisch-aserbaidschanischen Staatsgrenze nordwestlich von Bergkarabach, wobei sich beide Seiten gegenseitig der Eskalation beschuldigten. Im Anschluss kam es zu weiteren Kämpfen und Zwischenfällen an der gemeinsamen Grenze sowie an der Waffenstillstandslinie zwischen Aserbaidschan und der Republik Arzach. An der Waffenstillstandslinie eskalierten die Kämpfe am 27. September 2020 zu einer großräumigen bewaffneten Auseinandersetzung und einer aserbaidschanischen Offensive, die weit in das Gebiet von Arzach vorstieß. Dabei wurden auch Städte nahe der Front sowie ferner liegende Orte bombardiert und beschossen. Am 10. November 2020 wurden die direkten Kampfhandlungen in einer von Russland vermittelten Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den Konfliktparteien beendet. 2021 ging der Konflikt in den armenisch-aserbaidschanischen Grenzkonflikt über, in dem es seither regelmäßig zu gewaltsamen Zwischenfällen entlang der gemeinsamen Staatsgrenze sowie in Bergkarabach kommt.

 
 
 

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