„Frieden ist nicht pro-russisch. Frieden ist pro-ukrainisch."Es gibt keine besseren Bedingungen für Frieden als jetzt. Insiderin Julia Mendel,war Selsenskyjs Pressesprecherin, spricht vom Kriegsleid!

Julija Mendel war von 2019 bis 2021 Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Sie erlebte ihn aus unmittelbarer Nähe, verteidigte ihn nach Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 teilweise noch – heute gehört sie zu seinen schärfsten Kritikerinnen. Im Gespräch mit Patrik Baab erzählt Julija Mendel, warum sie mit ihrem ehemaligen Chef gebrochen hat. Sie spricht über persönliche Erlebnisse im Präsidentenbüro, ihren Rücktritt 2021, die Lage in ihrer Heimatregion Cherson, Korruption und Mobilisierung, NATO und Neutralität sowie aus ihrer Sicht verpasste Möglichkeiten für Verhandlungen. Zugleich macht Julija Mendel deutlich, dass sie Wladimir Putins Verantwortung für die russische Invasion nicht bestreitet. Im Gespräch mit Julija Mendel geht es um: – Sanktionen gegen Julija Mendel und ihre Angst um ihre Familie – Den verweigerten Zugang zum Europäischen Parlament – Demokratie, Meinungsfreiheit und Mobilisierung in der Ukraine – Die dramatische Lage in Julija Mendels Heimatregion Cherson – Ihre Forderung nach Frieden und ukrainischer Neutralität – Persönliche Erfahrungen mit Wolodymyr Selenskyj – Facebook-Kommentare, PR und Entscheidungen im Präsidentenbüro – Oligarchen und Julija Mendels Korruptionsvorwürfe – Ihre heutige Sicht auf den Maidan – Warum Julija Mendel 2021 das Präsidentenbüro verließ – Warum sie Wolodymyr Selenskyj 2022 trotzdem noch unterstützte – Istanbul 2022 und aus ihrer Sicht verpasste Friedensmöglichkeiten – Boris Johnson und die Verhandlungen von 2022 – Donald Trump und mögliche Wege zu Verhandlungen – Die Frage, was nach Wolodymyr Selenskyj kommt – Ob Julija Mendel selbst noch eine politische Rolle spielen könnte „Peace is not pro-Russian, peace is pro-Ukrainian.“ – Julija Mendel „Frieden ist nicht pro-russisch. Frieden ist pro-ukrainisch.“ Der besondere Blick dieses Interviews entsteht aus Julija Mendels eigener Entwicklung: 2019 wurde sie aus rund 4.000 Bewerbern für Wolodymyr Selenskyjs Team ausgewählt. 2021 trat sie zurück. Nach dem russischen Angriff 2022 unterstützte sie Wolodymyr Selenskyj zunächst weiter. Heute hält sie dessen politischen Kurs für ein Hindernis auf dem Weg zu Frieden. Am Ende stellt Patrik Baab die Zukunftsfrage: Wer kommt nach Wolodymyr Selenskyj? Und könnte Julija Mendel selbst noch eine politische Rolle in der Ukraine spielen? Julija Mendel erklärt keine Kandidatur. Ihre Antwort: Die Menschen in der Ukraine sollen entscheiden.




Kommentare