Es reicht nicht Scholz zu kritisieren, dass er deutsche und globale Interessen den US-Eliten opfert

Aktualisiert: 6. Juli



Wir selbst müssen eine politische Mehrheit für eine eigenständige an deutschen, europäischen und globalen Zielen (niedergelegt in der UNO-Charta und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) orientierte Politik schaffen. Sonst wird es keiner für uns tun. Dies Fazit aus der Geschichte hat vor 200 Jahren schon Immanuel Kant in seiner Schrift "Zum ewigen Frieden" gezogen: Die Oben können durch Krieg ihre Macht erweitern, für die sie ihren Untertanen einsetzen. Nur wenn sie sich wehren und dazu ihre demokratischen Mittel nutzen, kann Frieden erreicht werden.

Wir haben alle gesehen, wie Scholz unter Druck gesetzt wurde bei jedem Zögern, den Konflikt mit Russland zu eskalieren. Die öffentliche Unterstützung für ihn von Kräften, die Schritte zur Entspannung gesucht haben, war sehr schwach. Gutmeinende Politiker haben nur eine Chance, wenn sie aus der Gesellschaft unterstützt und mitgetragen werden und nicht ohne Unterstützung sind, wenn sie von anderen Politikern und Medien angefeindet und diffamiert werden. Wie können wir Entspannungspolitik mehrheitsfähig machen, in Deutschland, Europa und global? Was kann jede und jeder dazu beitragen? Wie können wir das Gewicht der großen Zahl der Verlierer dieser Krise und dieses Krieges einbringen? Wie können wir Meinungsführerschaft bekommen gegenüber den Lobbys der Rüstungskonzerne und des nationalegoistischen Großmachtdenkens, die von Spannungen und Kriegen profitieren?

Wir halten den Aufbau einer Bewegung von Unten für nötig, in den einzelnen Ländern und in internationaler Kooperation. Wir schlagen den Weg über die Bildung von überparteilichen Wahlkreisforen vor und darüber die Nutzung der Wahlen und Parlamente. Wir arbeiten am Aufbau eines Teams von Initiatoren für so ein Netzwerk für politischen Austausch und politische Meinungsbildung und basisdemokratische Aktionen. Von und mit der Internationalen FriedensFabrik wollen wir einen Beitrag leisten. Wir haben auf dem Fabrikhof mitten in Deutschland jetzt eine Steingruppe aufgebaut mit zwei "Beobachtern" unserer - hoffentlich stärker werdenden - Anstrengungen, unser Überleben zu sichern. Gutes, informiertes Beobachten ist der nötige erste Schritt für jede und jeden für uns. Die Debatte über die Einordnung der Beobachtungen, ihre Analyse, ist der zweite Schritt. Der dritte Schritt ist es, aus dem Status des Beobachters herauszugehen und zu handeln. Dazu wollen wir noch Figuren einbauen, die das symbolisieren: Stärkung der Informiertheit, des Verständnisses der Vorgänge und der Handlungsmöglichkeiten und dann Handeln: Dazu soll das Ensemble aus Fundamentsteinen und Figuren anregen. Sie stehen in Wanfried in der Internationalen FriedensFabrik. Wanfried liegt an direkt an der früheren Ost-West-Grenze, über die die Menschheit seit 1945-47 bis 1989 in zwei feindliche Blöcke gespalten worden war. Von hier und mit dieser Steingruppen wollen wir künftig Dialoge für den Frieden fördern: Auf globaler Ebene, in einzelnen Staaten und zwischen ihnen.







Die Steine bildeten einst das Fundament einer Eisenbahnbrücke über die Bonner Straße in Köln; über sie verlief eine der meist befahrenen Eisenbahnlinien Europas. Über sie wurden Soldaten und Kriegsmaterial in beiden Weltkriegen transportiert und für den US-Amerikanisch-Britischen Angriffskrieg auf den Irak. Über sie wurden auch die Transporte von diffamierten und ausgegrenzten Minderheiten in die Konzentrationslager geführt. Jetzt sollen sie Steine des Anstoßes werden zum Aufbau von Kapazitäten, um die Lösung von Konflikten mit friedlichen Mitteln zu fördern, Menschen zusammenführen, um gemeinsam an der Überwindung von Vorurteilen und Feindbildern zu arbeiten, Spaltungen zu überwinden und zum gemeinsamen Handel zu kommen. Du kannst bei diesem Projekt und in unserem Verein, dem Förderverein der Internationalen FriedensFabrik Wanfried (IFFW) dabei sein. Du kannst das Projekt auch finanziell fördern (Finanziell unterstützen | IFFW (internationale-friedensfabrik-wanfried.org). Interesse? info@internationale-friedensfabrik-wanfried.org Wolfgang Lieberknecht



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