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Erneuter Rekordanstieg der Abholzung im Amazonas-Regenwald in Brasilien: Lula hat viel zu tun!

Die Entwaldung im brasilianischen Amazonasgebiet nimmt weiterhin drastisch zu. Offiziellen aktualisierten Daten zufolge wurden für den Februar 209 Quadratkilometer zerstörte Waldfläche ermittelt, was mehr als 29.000 Fußballfeldern entspricht. Ohne Erhaltung der Regenwälder gibt es keine Chance, den Klimawandel auch nur zu verringern.

Von Alondra Meier amerika21

Entwaldete Flächen in der Gemeinde Careiro da Várzea im Amazonasgebiet QUELLE:ALBERTO CÉSAR ARAÚJO/AMAZÔNIA REAL LIZENZ:CC BY-NC 2.0 Brasília. Die Entwaldung im brasilianischen Amazonasgebiet nimmt weiterhin drastisch zu. Offiziellen aktualisierten Daten zufolge wurden für den Februar 209 Quadratkilometer zerstörte Waldfläche ermittelt, was mehr als 29.000 Fußballfeldern entspricht. Dies ergaben vorläufige Ergebnisse des Deter-Überwachungssystems des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe), wie die Nachrichtenagentur AFP zitierte. Die anhand der Satellitenüberwachung erhobenen Daten umfassen zwar lediglich den Zeitraum bis zum 17. Februar, stellen jedoch im Vergleich zum letzten gemessenen Höchstwert für den Monat Februar aus dem Jahr 2021 einen neuen Rekord dar. Dieser betrug 199 Quadratkilometer abgeholzte Fläche im weltweit größten Regenwald. Zuletzt erreichte die Entwaldung im Amazonas während der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, einem Unterstützer der Agrarindustrie und Leugner des Klimawandels, einen historischen Anstieg. Unter seiner Regierung stieg die durchschnittliche jährliche Abholzung um 75,5 Prozent im Vergleich zum vorherigen Jahrzehnt. Der aktuelle Rekordwert für den Monat Februar wurde nun im zweiten Monat der Amtszeit des Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva erfasst. Er trat Anfang des Jahres zum dritten Mal das Präsidentenamt an und erklärte den Schutz des Regenwaldes zu einer seiner wichtigsten Aufgaben. Lula ernannte die renommierte Umweltschützerin Marina Silva erneut zur Umweltministerin, die das Amt bereits im Zeitraum von 2003 bis 2008 innehatte, als es seiner Regierung gelang, die Entwaldung deutlich zu reduzieren. Die Abholzung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes ist laut Umweltexpert:innen hauptsächlich auf das Vordringen der Agrarindustrie und zunehmenden illegalen Landraub zurückzuführen. Auch der konsequente Abbau von Umweltkontrollen begünstigten während der Bolsonaro-Amtszeit die Entwaldung.

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