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Engagiert für den Aufbau Ghanas Afrikanischer Journalist informiert am Montag im Café Vielfalt


Godwin Kweku Tetteh Maulepe ist derzeit in der Internationalen FriedensFabrik Wanfried zu Gast. Er ist einer der bekanntesten Journalisten Ghanas. In den von ihm wesentlich mit produzierten Fernseh- und Radioprogrammen werden Fälle von Korruption der ghanaischen Eliten zur Sprache gebracht. Auch die weit verbreitete Armut in dem rohstoffreichen westafrikanischen Land wird behandelt: Ernährungsunsicherheit, fehlende Bildungschancen und mangelnde Gesundheitsversorgung machen seine Sendungen zu öffentlichen Themen und die große Kluft zwischen Arm und Reich. All diese Gründe treiben viele junge Ghanaer zur Migration nach Europa oder in die USA.

Weil allein diese Sendungen kein Verbesserungen bewirken können, förderte und fördern seine Sendungen, Ghanaer:innen dabei, sich selbst zu einer basisdemokratischen Kraft zusammenzuschließen. Unter dem Motto „Fix the country“ „Das Land in Ordnung bringen!“ hat sich ein überparteiliches Netzwerk gebildet. Es verlangt von der Politik, Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen. Die Initiative mobilisiert inzwischen im ganzen Land und hat einige große Demonstrationen organisieren können.

Die Armut der Mehrheit der Menschen in Ghana hat nicht nur im Land liegende Gründe, Ghana ist erst seit einigen Jahrzehnten unabhängig, als erstes Land südlich der Sahara. Heute noch leidet das Land unter neokolonialer Ausbeutung. Das hat insbesondere Kwame Nkruma, der erste Präsident des Landes, immer wieder angeprangert. Er ist mit Hilfe des US-Geheimdienstes CIA gestürzt worden.

Am Montag gibt es die Möglichkeit, mit dem Journalisten ins Gespräch zu kommen bei der Veranstaltung im Cafe Vielfalt in Eschwege um 19 Uhr und vielleicht auch über die Möglichkeit der Zusammenarbeit zu sprechen: Wenn die Menschen in Ghana mehr Hoffnung auf Verbesserungen im Land haben, werden viele auch nicht mehr in der Migration nach Europa ihre einzige Chance auf ein menschenwürdiges Leben sehen. Diese Flucht kostet vielen jungen Ghaner:innen in der Sahara oder im Mittelmeer das Leben.


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