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Die Welt lesen können: "Die Pädagogik der Unterworfenen." Sollte man Paolo Freire kennen?Eine neue Dokumentation beleuchtet Paulo Freires radikales Alphabetisierungs-Experiment als Praxis der Freiheit

25. Sept.
2 Min. Lesezeit

Paulo Freire entwickelte die „Pädagogik der Unterdrückten“ in den 1960er Jahren als Reaktion auf soziale Ungleichheit und politische Unterdrückung in Brasilien. Ziel ist es, Menschen, die in prekären Lebenslagen oder durch gesellschaftliche Strukturen marginalisiert sind, zu befähigen, ihre Situation kritisch zu reflektieren und aktiv gesellschaftlich mitzuwirken. Bildung wird dabei nicht als einseitige Wissensvermittlung verstanden, sondern als Praxis der Freiheit, die politische, soziale und kulturelle Dimensionen umfasst


"Die Welt lesen": Neuer Film beleuchtet Paulo Freires radikales Alphabetisierungs-Experiment im Brasilien der 1960er


Als ich einer jungen, engagierten Lehrerin erzählte, dass ich ein Seminar über Paulo Freire halten würde, kam die Frage: „Paulo Freire, muss man den kennen?“ Ja, muss man Paulo Freire kennen? Tatsächlich war er schon einmal bekannt gewesen in Deutschland, in den 70er Jahren als der Mann, der innerhalb von wenigen Wochen Gruppen von Erwachsenen alphabetisieren konnte. Doch in den späten 1980er Jahren wurde es ruhig, kein wichtiges Werk von ihm wurde mehr ins Deutsche übersetzt. Warum also dann noch Paulo Freire? Aber urteilen Sie selbst. Ich möchte Sie einladen, sich einmal auf diesen brasilianischen Erzieher einzulassen, seine Biographie, seine Arbeit, wichtige Gedanken von ihm kennenzulernen. Und dies vor dem Hintergrund der brasilianischen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Danach können wir gemeinsam überlegen, ob und was an Paulo Freires Gedanken auch heute vielleicht noch interessant sein könnte. Zum Referenten: Prof. Dr. Johannes Doll arbeitet derzeit am Departamento de Ensino e Currículo (DEC) an der Universidade Federal do Rio Grande do Sul in Brasilien. Er forscht auf dem Gebiet des Alterns und der Bildung. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen digitale Inklusion älterer Menschen, Freizeit und Altern sowie finanzielle Bildung für ältere Menschen.


Die Pädagogik der Unterdrückten von Paulo Freire ist ein dialogischer, befreiender Bildungsansatz, der auf die Emanzipation benachteiligter Menschen und die Überwindung gesellschaftlicher Unterdrückung abzielt.

Grundidee und Zielsetzung

Paulo Freire entwickelte die „Pädagogik der Unterdrückten“ in den 1960er Jahren als Reaktion auf soziale Ungleichheit und politische Unterdrückung in Brasilien. Ziel ist es, Menschen, die in prekären Lebenslagen oder durch gesellschaftliche Strukturen marginalisiert sind, zu befähigen, ihre Situation kritisch zu reflektieren und aktiv gesellschaftlich mitzuwirken. Bildung wird dabei nicht als einseitige Wissensvermittlung verstanden, sondern als Praxis der Freiheit, die politische, soziale und kulturelle Dimensionen umfasst www.socialnet.de+2.




 
 
 

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