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Die Kurden - Spielball der Geopolitik

Mit diesem Newsletter möchte "International" besonders das Video ihres jüngsten Gespräches mit der deutschen Nahostspezialistin Karin Leukefeld über die aktuelle Lage des Kurdischen Volkes empfehlen.


Die nicht zuletzt wieder durch verstärkte türkische Angriffe auf die von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) in Nordsyrien kontrollierte autonome Verwaltung (Rojava) in Erinnerung gerufene prekäre Situation der Kurden in Syrien gab den Anlass, uns mit der in den internationalen Medien kaum mehr beachteten Situation der Kurden im Nahen Osten zu befassen. Die anhaltende türkische Aggression und die Bestrebungen Ankaras zur Errichtung einer unter türkischer Kontrolle stehende Pufferzone an der türkisch-syrischen Grenze, vor allem aber die absolute Verweigerung der involvierten Mächte einer politischen Lösung des Syrienkonfliktes, machen diese Region natürlich zu einem besonderen Hotspot. Im Irak ist die Lage besser, was einerseits auf den flexiblen Pragmatismus der dortigen politischen Führung, vor allem aber auf die - dank des Ölreichtums - deutlich bessere wirtschaftliche Situation zurückzuführen ist. Aber auch dort wird man mit einer der prägenden historischen Erfahrungen des gesamten Kurdischen Volkes konfrontiert: der weitgehende Abhängigkeit von geopolitischen Entscheidungen, auf welche die unmittelbar betroffenen Menschen kaum Einfluss haben. Wie auch andere Völker in der Nahostregion sind auch die Kurden Spielball der Geopolitik, und diese hat nun ihre mächtigsten Akteure spätestens seit Beginn des 19. Jahrhunderts außerhalb der betroffenen Region.





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