Das verschwiegene Kriegsleid durch Kiews Angriff auf die Ost-Ukraine - vor dem russischem Einmarsch

Vor allem die Französin, Anne-Laure Bonnel, hat sich verdient gemacht, um das Schweigen über diesen vom Westen seit 2014 unterstützten Krieg zu brechen. An ihre Reportagen vor Ort war aber (oder deshalb) niemand interessiert. Die Kiewer Regierung - und sie verdienen eher die Bezeichnung Separatisten, denn dieses Regime ist durch einen Bruch der ukrainischen Verassung und den Sturz einer demokratisch gewählten Regierung zur Macht gekommen und sie hat sich damit politisch von der Ukraine angespalten) hat Anne-Laure Bonnel inzwischen mit einem Einreiseverbot belegt: Soweit zur demokratischen Kultur des EU-Aufnahme-Kandidaten.




Sieben Jahre dauert bereits der Konflikt in der Ost-Ukraine zwischen "prorussischen Separatisten" und dem ukrainischen Militär. Die Folgen sind für die Bevölkerung schwerwiegend. Eine sichere Wasserversorgung ist nicht gewährleistet. Die Hauptwasserleitung von Nord nach Süd kreuzt an mehreren Stellen die Grenzlinie. Tausende in der Grenzregion sind ohne Wasser. Sie wollen die maroden und lädierten Wasserleitungen in der Ukraine reparieren und begeben sich dabei in Lebensgefahr. Anatoli Malyuk und sein Montage-Team der Wasserwerke haben oft nur einige Stunden Zeit, um ein Rohrbruch oder ein Leck zu beheben, bevor wieder geschossen wird. Mit ihrem klapprigen Truck fahren sie durch Minenfelder entlang der Frontlinie. „Natürlich haben wir oft Angst“, sagt Vorarbeiter Anatoli Malyuk, „aber wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen Wasser haben.“ Neun Monteure der Wasserwerke kamen bei ihrer Arbeit seit Beginn des Konflikts ums Leben. Sie arbeiten mit einfachsten Mitteln. Löcher im Rohr flicken sie mit Holzkeilen, die sie in die maroden Leitungen schlagen. Für den Kindergarten in der Kleinstadt Marjinka direkt an der Front gibt es trotzdem kein sauberes Leitungswasser. Wie wichtig Wasser ist, erleben die Kinder und Mitarbeiter im Kindergarten hier jeden Tag. Sie haben gelernt, sich zu beschränken. Die Zufuhr wurde bereits vor sieben Jahren auf russischer Seite der Grenze gekappt. Die 80 Kinder im Kindergarten sind wie die restlichen Einwohner auf Wasserlieferungen von Hilfsorganisationen angewiesen. Dennoch versuchen sie optimistisch zu sein, auch wenn der Konflikt allgegenwärtig ist. Das Krankenhaus im Nachbarort ist ebenfalls mehrfach das Ziel von Angriffen. Dann, wenn die Schießereien näher rücken, muss der Klinikchef die Patienten entlassen oder verlegen. Das Ringen um sauberes Wasser steht stellvertretend für die Ungerechtigkeit und die Traumatisierung, die dieser Konflikt für die ukrainische Bevölkerung mit sich bringt.







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