China steuert in der Klimapolitik um: Massiver Ausbau der Windkraft - bis 2060 klimaneutral

Friedenspolitik und Vertrauensaufbau könnte dem Land die berechtigte Angst vor einem militärischen Angriff der USA auf ihr Land abbauen helfen und die gemeinsame Klimapolitik erleichtern


Im vergangenen Jahr hatte Xi versprochen, ab 2030 werde Chinas Kohlendioxidausstoss sinken; im Jahr 2060 werde sein Land dann klimaneutral sein – extrem ambitionierte Ziele, wie viele Experten sagen. Zwar hat China in den vergangenen Jahren beträchtliche Fortschritte beim Umweltschutz gemacht, auch weil die eigene Bevölkerung Druck macht. Die Stromgewinnung aus Windkraft beispielsweise wurde massiv ausgebaut. Doch noch immer erzeugt China 58 Prozent seines Stroms aus klimaschädlicher Kohle; vor fünfzehn Jahren waren es allerdings noch rund 65 Prozent.

Kritik aus dem Ausland hagelte es ausserdem immer wieder, weil China der grösste Finanzierer von Projekten zur Kohleverstromung im Ausland ist. Doch auch hier hat Peking seine Aktivitäten in jüngster Zeit zurückgefahren.

China habe seine Zusagen stets eingehalten, sagte dieser. China ist der weltgrösste Emittent von Treibhausgasen.

Fairerweise muss man aber sagen: Nach der einzig fairen Vergleichsrechnung, stößt China immer noch weniger Gase pro Kopf aus als etwa Deutschland und weit weniger als die USA.

Und historisch hat China in den Jahrzehnten seit der Industrialisierung viel weniger zur Klimazerstörung beigetragen als die westlichen Industriestaaten, die ihre "Entwicklung" und ihren globalen Vorsprung stark auch der Nutzung von Kohle und Öl verdanken.

Aus China kommt diese Kritik: Der weltweit größte Pro-Kopf-Emittent von Kohlendioxid versucht, China, das weniger als die Hälfte der US-Emissionen ausstößt, zu sagen, was zu tun ist! Und dabei haben wir noch nicht einmal die kumulierten Emissionen der USA berücksichtigt, die selbst in ABSOLUTER Form ein Vielfaches der chinesischen betragen.

Peking durchschaut Washingtons Trick, den Klimawandel als Waffe einzusetzen, um Chinas Entwicklung zu bremsen, nachdem die USA ihre Wirtschaft längst entwickelt haben."


Da China aber wegen der Größe seiner Bevölkerung inzwischen auch zum größten Treibhausgasverursacher geworden ist, sind Fortschritte in dem Land für die Menschheit sehr wichtig.


China will nun aber die Klimafrage mit der eigenen Sicherheit verbinden, denn Industrie und Rüstung sind in einer Welt, die immer noch auf Krieg setzt, nicht nur wichtige Angriffsmittel, sondern auch Verteidigungsmittel. Von den USA wird China extrem bedroht: Die US-Amerikanische Führung bezeichnet das Land als Feind, hat es mit Stützpunkten eingekreist, baut Koalitionen gegen China auf und kreuzt mit seinen Kriegsschiffen vor Chinas Küsten und führt dort Militärmanöver durch.

Wenn Vertrauensaufbau, die Zusicherung der NATO und der USA, das Völkerrecht einzuhalten und Konflikte nicht mir Gewalt und Krieg zu lösen und Abrüstung der militärisch weit überlegenen Kräfte der NATO erfolgen würden, kann das auch Vereinbarungen zum Klimaschutz erheblich erleichtern.

https://www.nzz.ch/international/china-peking-nutzt-klimagespraeche-mit-kerry-als-druckmittel-ld.1643649






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