61 Prozent der Arbeiterschaft in Sachsen-Anhalt hat AfD gewählt, sieben Prozent die Linke, fünf Prozent SPD.
Ostdeutsche Allgemeine Zeitung: Es war die Frage dieser Zeitung, die den wundesten Punkt offenlegte: 61 Prozent der Arbeiterschaft in Sachsen-Anhalt hatten AfD gewählt. Bei der Linken waren es sieben Prozent, bei der SPD sogar nur fünf. Ines Schwerdtner nannte dies „eine der größten Tragödien des Abends“ – ein Wort, das man in der nüchternen Umgebung der Bundespressekonferenz selten hört und das gerade deshalb Gewicht hatte. Schwerdtner argumentierte, die AfD habe „den Arbeiterinnen und Arbeitern inhaltlich nichts zu bieten“: kein Konzept für Mieten, Krankenhäuser oder die Arbeitsplätze im Chemiedreieck. Das Steuerprogramm der AfD sei „nur Politik“ – ein Satz, der wohl „nur Ideologie“ meinte. Die Linke wolle den Weg „von der Haustür zum Betriebstor“ gehen, stärker mit Gewerkschaften und Betriebsräten zusammenarbeiten, vor Ort präsent sein.
Die drei gewonnenen Direktmandate hat die Linke vor allem in den eher bürgerlich-urbanen Vierteln von Halle und Magdeburg errungen – also in Milieus, die mit der klassischen Arbeiterschaft wenig gemein haben.
Zum BSW-Anteil steht im Artikel nichts.




Kommentare