2022 zeigt, dass wir uns in der Klimakrise befinden und kurz vor einer globalen Katastrophe stehen

In diesem Jahr kam es bereits zu einigen Naturkatastrophen wie Hurrican Ian in den USA, Überschwemmungen in Australien und Südafrika oder Dürren in Kenia, Somalia und Äthiopien. Die Folgen des Klimawandels zeigen sich schon jetzt, daher warnen Forscher nun vor einem Klimanotstand. Der Energieverbrauch fossiler Brennstoffe und der CO2-Anteil in der Luft steigt weiter an. In dem Bericht heißt es: „seit unserem ersten Bericht im Jahr 1992 sind allein die globalen Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent weiter angestiegen. Im März 2022 haben die CO-Konzentrationen in der Atmosphäre bereits 418 parts per million erreicht – so viel wie nie zuvor bei einem Monatswert gemessen.“ Die Gefahr, dass durch den Klimawandel Kipppunkte ausgelöst werden, steigt so weiter an. Ein Auftauen des Permafrosts oder das Absterben der Amazonaswälder gehört laut den Wissenschaftlern zu den gravierendsten Folgen des Klimawandels.



In der Zeitschrift BioScience veröffentlichten Forscher aus aller Welt einen Bericht mit dem Titel „World Scientists‘ warning of a Climate Emergency 2022“. Darin warnen die Wissenschaftler vor dem Klimanotstand und rufen symbolisch den „Code Red“, also die höchste Warnstufe aus. In dem Bericht untersuchten die Autoren 35 planetarische Lebenszeichen unserer Erde, um die Entwicklung des Klimawandels nachzuvollziehen. Dabei kommen sie zu einem drastischen Ergebnis.


Forscher warnen vor extremen Folgen

Bereits vor fünf Jahren veröffentlichte William Ripple, einer der Hauptautoren des Berichts, einen anderen Bericht unter dem Namen: „World Scientists‘ Warning to Humanity: A Second Notice“ und warnte darin vor den Folgen des Klimawandels. 15.000 Wissenschaftler aus insgesamt 184 Ländern unterzeichneten diesen Bericht. Seitdem hat sich die Lage deutlich verschlechtert.

Von den insgesamt 35 untersuchten planetarischen Lebenszeichen erreichten in diesem Jahr 16 Rekordextreme. Seit 1980 hat sich die Zahl der „extrem heißen Tage“ verdoppelt. Und auch der Verlust der Baumbedeckung durch eine Vielzahl von Waldbränden trägt zu den hohen Temperaturen bei. Dadurch steigt zudem die Anzahl der Mücken und übertragbare Krankheiten wie das Dengue-Virus breiten sich immer schneller aus.


Der Energieverbrauch fossiler Brennstoffe und der CO2-Anteil in der Luft steigt weiter an. In dem Bericht heißt es: „seit unserem ersten Bericht im Jahr 1992 sind allein die globalen Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent weiter angestiegen. Im März 2022 haben die CO-Konzentrationen in der Atmosphäre bereits 418 parts per million erreicht – so viel wie nie zuvor bei einem Monatswert gemessen.“ Die Gefahr, dass durch den Klimawandel Kipppunkte ausgelöst werden, steigt so weiter an. Ein Auftauen des Permafrosts oder das Absterben der Amazonaswälder gehört laut den Wissenschaftlern zu den gravierendsten Folgen des Klimawandels.

Wissenschaftler, Bürger und Regierungen müssen mithelfen

Am Ende ihres Berichts rufen die Autoren Wissenschaftler auf, sich dem Bericht anzuschließen und dabei zu helfen, über den Klimawandel aufzuklären. Aber auch die Bürger und die Regierungen werden dazu aufgerufen, Maßnahmen zu ergreifen, um die schlimmsten Folgen zu verhindern. Den Autoren zufolge hat dieses Jahr gezeigt, dass wir uns bereits in einer großen Klimakrise befinden und kurz vor einer globalen Katastrophe stehen. Sie fordern daher sofortige Handlungen, um den Klimawandel abzuschwächen und möglicherweise noch die Kurve zu kriegen.

In einem 35-minütigen Film von Oregon State Productions wird die Arbeit der Wissenschaftler dokumentiert. Der Film beschreibt auch den persönlichen Weg von William Ripple. Mit dem Film-Projekt will die Oregon State University auf die Probleme im Zusammenhang mit dem Klimawandel aufmerksam machen und die Menschen zum Nachdenken und Handeln anregen.

Sehen Sie hier den gesamten Film:


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