top of page

180 Jahre vom britischen Empire über die Weltkriege bis zum Ukrainekrieg: Statt eine dauerhafte Friedensordnung mit Russland aufzubauen, setzt der Westen bis heute auf Konfrontation, so Jeffrey Sachs

13. Okt.
3 Min. Lesezeit

Jeffrey Sachs spricht von einem strategischen Fehler, den Europa seit 180 Jahren immer wieder begeht: Statt eine dauerhafte Friedensordnung mit Russland aufzubauen, setze der Westen auf Konfrontation. Der amerikanische Ökonom und Professor an der Columbia University zeichnet in seinem neuen Buch „Europas strategischer Fehler“ nach, wie diese Politik vom britischen Empire über die Weltkriege bis zum heutigen Ukrainekrieg geführt habe. Im Gespräch mit Patrik Baab erklärt Jeffrey Sachs, warum er den Ukrainekrieg als vermeidbar betrachtet und welche historischen Entscheidungen seiner Ansicht nach den Weg in die heutige Konfrontation bereitet haben. Dabei blickt er auch auf seine eigenen Erfahrungen zurück. Sachs war während der politischen und wirtschaftlichen Umbrüche ab 1989 in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion tätig. Er berichtet von Begegnungen mit Michail Gorbatschow, Boris Jelzin, Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher – und von seiner damaligen Hoffnung auf eine gemeinsame europäische Friedensordnung. Im Gespräch geht es um: – Europas Russlandpolitik seit dem 19. Jahrhundert – das britische Empire und den Krimkrieg – Bismarcks Verhältnis zu Russland – die Ursachen der europäischen Blockbildung – die Stalin-Note von 1952 und Adenauers Entscheidung – Österreichs Neutralität als historisches Gegenmodell – die deutsche Wiedervereinigung 1990 – Jeffrey Sachs' persönliche Erfahrungen mit Gorbatschow und Jelzin – die NATO-Osterweiterung und den Ukrainekrieg – Seine These eines vermeidbaren Krieges – seine umstrittene Prognose eines Friedens innerhalb von 24 Stunden – Deutschlands Verhältnis zu Russland und den USA – die Rolle von Diplomatie und direktem Dialog – die OSZE und eine neue europäische Sicherheitsordnung „Europa spricht derzeit nur die Sprache der Eskalation.“ – Jeffrey Sachs Sachs argumentiert, dass Europa seine Sicherheit langfristig nicht gegen Russland organisieren könne. Er fordert direkte Gespräche zwischen Deutschland und Russland, eine Rückkehr zur Diplomatie und eine Sicherheitsordnung, die die Interessen aller beteiligten Staaten berücksichtigt.


Jeffrey Sachs spricht von einem strategischen Fehler, den Europa seit 180 Jahren immer wieder begeht: Statt eine dauerhafte Friedensordnung mit Russland aufzubauen, setze der Westen auf Konfrontation. Der amerikanische Ökonom und Professor an der Columbia University zeichnet in seinem neuen Buch „Europas strategischer Fehler“ nach, wie diese Politik vom britischen Empire über die Weltkriege bis zum heutigen Ukrainekrieg geführt habe. Im Gespräch mit Patrik Baab erklärt Jeffrey Sachs, warum er den Ukrainekrieg als vermeidbar betrachtet und welche historischen Entscheidungen seiner Ansicht nach den Weg in die heutige Konfrontation bereitet haben. Dabei blickt er auch auf seine eigenen Erfahrungen zurück. Sachs war während der politischen und wirtschaftlichen Umbrüche ab 1989 in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion tätig. Er berichtet von Begegnungen mit Michail Gorbatschow, Boris Jelzin, Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher – und von seiner damaligen Hoffnung auf eine gemeinsame europäische Friedensordnung. Im Gespräch geht es um: – Europas Russlandpolitik seit dem 19. Jahrhundert – das britische Empire und den Krimkrieg – Bismarcks Verhältnis zu Russland – die Ursachen der europäischen Blockbildung – die Stalin-Note von 1952 und Adenauers Entscheidung – Österreichs Neutralität als historisches Gegenmodell – die deutsche Wiedervereinigung 1990 – Jeffrey Sachs' persönliche Erfahrungen mit Gorbatschow und Jelzin – die NATO-Osterweiterung und den Ukrainekrieg – Seine These eines vermeidbaren Krieges – seine umstrittene Prognose eines Friedens innerhalb von 24 Stunden – Deutschlands Verhältnis zu Russland und den USA – die Rolle von Diplomatie und direktem Dialog – die OSZE und eine neue europäische Sicherheitsordnung „Europa spricht derzeit nur die Sprache der Eskalation.“ – Jeffrey Sachs Sachs argumentiert, dass Europa seine Sicherheit langfristig nicht gegen Russland organisieren könne. Er fordert direkte Gespräche zwischen Deutschland und Russland, eine Rückkehr zur Diplomatie und eine Sicherheitsordnung, die die Interessen aller beteiligten Staaten berücksichtigt. Seine historischen Deutungen und politischen Schlussfolgerungen sind teilweise umstritten. Gerade deshalb Kapitel 00:00 – Intro: Wie der Krieg sofort enden könnte 01:37 – Begrüßung & Jeffrey Sachs’ Treffen mit dem Papst 03:25 – Europas strategischer Fehler & die Wurzeln der Russlandfeindlichkeit (1840) 08:30 – Das „Great Game“ & der Krimkrieg (1853) als historisches Muster 12:25 – Bismarck, das Bündnissystem & der Weg in den Ersten Weltkrieg 15:45 – Zweiter Weltkrieg & die verpasste Chance der deutschen Neutralität (1952) 21:20 – Kalter Krieg: Sicherheitsdoktrin & Furcht vor Invasionen 23:50 – Nach 1990: 2+4-Vertrag, Zusagen zur NATO und verpasste Partnerschaft 28:40 – US-Hegemonie, NATO-Osterweiterung & der Umsturz 2014 30:45 – Die Entstehung der BRICS & das multipolare Gegengewicht 33:15 – Großmachtpolitik: USA, Europa und die Illusion weltweiter Dominanz 36:10 – Warum Diplomatie und direkte Gespräche mit Russland notwendig sind 39:15 – Schröders Moskau-Besuch & die Rolle der OSZE für eine europäische Sicherheitsordnung 41:20 – Eurasian Security: Das Verhältnis zu China

 
 
 

Kommentare


bottom of page