«Wo sind die Beweise?»: Putin weist Vorwürfe zum Drohnenangriff in Leipzig zurück: Die von Deutschland vorgebrachten Belege seien «gefälscht». Merz wolle von innenpolitischen Problemen ablenken.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die deutschen Strafmassnahmen nach dem mutmasslich russischen Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle als «schweren Fehler» bezeichnet und jede Verantwortung Moskaus zurückgewiesen. «Wo sind die Beweise?», fragte Putin bei einer Pressekonferenz in Bischkek. Die von Deutschland vorgebrachten Belege bezeichnete er als «gefälscht». Das berichtet der Tagesspiegel.
Berlin hatte Russland am Dienstag erstmals offiziell für den versuchten Anschlag vom 4. August verantwortlich gemacht. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte gemeinsam mit Aussenminister Johann Wadephul (CDU), polizeiliche Ermittlungen, das Tatmuster und Erkenntnisse der Nachrichtendienste ergäben zusammen ein klares Bild. Am Tatort seien eine Drohnenkonfiguration, Sprengstoff und Zündtechnik gefunden worden, die aus anderen russischen Operationen bekannt seien. Zudem gebe es Hinweise auf Personen, die im Auftrag russischer staatlicher Stellen gehandelt hätten.
Putin griff zudem Kanzler Friedrich Merz persönlich an: Dieser habe «das Vertrauen der Bürger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht schützt». Die Anschuldigungen gegen Russland sind nach Putins Darstellung vor allem ein Versuch, von innenpolitischen Problemen abzulenken.




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