Luigi Pantisano, der Co-Vorsitzende der Linke bei „Wir sind überzeugt, dass das Wahlergebnis ein Misstrauensvotum gegenüber der Merz-Regierung ist.“ Grund der Zustimmung für die AFD: Wut der Menschen
- iffw77
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24 Stunden nach der ersten Hochrechnung versammeln sich Tausende Menschen als Reaktion auf den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt vor dem Brandenburger Tor. Unter dem Motto „Es ist Zeit zum Handeln“ hatten die Kampagnen-Organisation Campact und Fridays for Future die Teilnehmenden am Montagabend zum Platz des 18. März gerufen. Auf Plakaten stehen Slogans wie „AfD stoppen“; Forderungen nach einer Prüfung eines Verbotsverfahrens werden laut. Die Stimmung der Menschen vor Ort: zwischen traurig, wütend und hoffnungsvoll.
Auf der Bühne stehen unter anderem die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die iranische Sängerin Faravaz und Aktivistinnen und Aktivisten aus Sachsen-Anhalt. Immer wieder geht es in den Redebeiträgen um die Frage, wie der Erfolg der AfD gestoppt werden könne – und darum, welche Verantwortung den etablierten Parteien dabei zukomme. Offiziell zur Kundgebung angemeldet waren 5000 Demonstrierende, die Veranstalter sprechen von insgesamt 14.000 Teilnehmenden.
„Jetzt erst recht“-Mentalität der Linken
Die Linke beteiligt sich ebenfalls an der Kundgebung. Luigi Pantisano, der Co-Vorsitzende, sagt der Berliner Zeitung am Rande der Demonstration: „Elif Eralp ist die beste Antwort auf das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt.“ Die Linke stehe für eine Politik der Solidarität, nicht der Spaltung wie die AfD. (Elif Eralp ist eine deutsch-türkische[1] Politikerin (Die Linke). Seit 2021 ist sie Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Sie ist Spitzenkandidatin der Berliner Linken für die Abgeordnetenhauswahl 2026 und damit Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin von Berlin.)
Nach dem Wahlergebnis nehme er eine „Jetzt erst recht“-Mentalität für den Wahlkampf der Berliner Linken wahr. Gerade vor der kommenden Abgeordnetenhauswahl könne es die Linke nicht akzeptieren, dass 60 Prozent der Arbeiterinnen und Arbeiter die AfD gewählt hätten. Das Rennen in Berlin ist derweil eng. Im jüngsten Wahltrend gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Linke, CDU und AfD.
Pantisano sieht den Erfolg jedoch nicht in den konkreten Positionen der AfD begründet. Die Zustimmung gehe zurück auf die Wut der Menschen auf die Bundesregierung. „Wir sind überzeugt, dass das Wahlergebnis ein Misstrauensvotum gegenüber der Merz-Regierung ist.“



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