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Frust und Angst bei Beschäftigten: IG Metall mobilisiert bundesweit zum Aktionstag in der Automobilbranche mit 280 Einzelaktionen in 100 IG Metall-Geschäftsstellen. Motto: Die Angriffe parieren!

vor 59 Minuten
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Junge Welt: Zwei Tage bevor die IG Metall ihre Forderungen für die diesjährige Entgelttarifrunde präsentieren wird, mobilisierte die Gewerkschaft am Montag bundesweit Zehntausende Beschäftigte der Automobilindustrie zu Protestaktionen.

Unter dem Motto »Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke« fanden sich an Standorten der Automobilproduktion und Zuliefererindustrie Menschen ein, die sich gegen den anhaltenden Stellenabbau und die fortgesetzten Fehlentscheidungen in den Konzernzentralen zur Wehr setzen wollten. Vorab hatte die IG‑Metall-Vorsitzende Christiane Benner das Vorgehen der Unternehmen als »beispiellosen Angriff auf die Beschäftigten in der Automobilindustrie« bezeichnet, wie AFP vergangene Woche meldete. So forderten Manager aus der Branche etwa die Abschaffung der 35-Stunden-Woche ebenso wie die des Achtstundentags. »Das muss aufhören«, sagte Benner. Denn die Beschäftigten hätten die Krise in der Automobilindustrie schließlich nicht verursacht – anders als Vorstände und Manager. So kritisierte die IG‑Metall-Vorsitzende, dass die Branche sich seit 2022 vor allem im Ausland mit Investitionen engagiert hätte. Gleichzeitig würden hierzulande Forschungs- und Entwicklungsstandorte dichtgemacht und weniger Aufträge an entsprechende Dienstleister vergeben.

»Die Firmenchefs sind dabei, Deutschlands wichtigsten Wirtschaftszweig und zentralen Pfeiler für Wohlstand in die Bedeutungslosigkeit zu führen und abzuwirtschaften«, hieß es im Aufruf. Es drohe der Totalschaden der Traditionsbranche – und das vor allem durch Fehlentscheidungen der Vorstände, die auf große Luxusautos setzten und bei der Digitalisierung sowie Entwicklung von Batterien wichtige Entwicklungen verpasst hätten.

Bei bundesweit mehr als 280 Einzelaktionen in rund hundert IG-Metall-Geschäftsstellen waren die Vorstandsmitglieder jeweils an besonders wichtigen Standorten der Automobil- und Zuliefererindustrie präsent; die Vorsitzende etwa bei Volkswagen in Wolfsburg und Hannover, der stellvertretende Vorsitzende Jürgen Kerner bei Audi in Ingolstadt mit einer Betriebsratssprechstunde außerhalb des Werksgeländes sowie Vorstandsmitglied Nadine Boguslawski bei Bosch in Lebenstedt.


 
 
 

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