top of page

EU will mit Russland verhandeln: Von der Leyens Vertrauter soll Delegation führen. Die EU bereitet eine eigene Delegation für die Ukraine-Gespräche vor.

vor 1 Minute
2 Min. Lesezeit

Ostdeutsche Allgemeine Zeitung: Die Europäische Union will bei den geplanten Verhandlungen über den Ukraine-Krieg selbst mit am Tisch sitzen. EU-Kommission und Europäischer Rat bereiten dafür eine gemeinsame Delegation hochrangiger Beamter vor. An ihrer Spitze könnte ein Deutscher stehen, der in Brüssel erheblichen Einfluss hat, außerhalb der EU-Institutionen aber kaum bekannt ist: Björn Seibert, Kabinettschef von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.


Das berichtet Euronews am Mittwoch. Die Delegation soll zur nächsten Gesprächsrunde reisen, die für November in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant wird. Eine offizielle Ernennung Seiberts gibt es nicht. Auch ob Vertreter der EU direkt mit Russland verhandeln dürfen, steht noch nicht fest.


Russland will zunächst mit den USA und der Ukraine verhandeln

Russland hat der Beteiligung der EU an der nächsten Gesprächsrunde bislang nicht zugestimmt. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow erklärte am Dienstag gegenüber Iswestija, über einen europäischen Vertreter werde erst später entschieden.„Wir beschäftigen uns derzeit überhaupt nicht damit, wer Europa vertreten wird“, sagte Uschakow laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax. Zunächst gehe es um die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen Russland, der Ukraine und den USA.Grundsätzlich schließt der Kreml Gespräche mit Europäern aber nicht aus. Noch am Wochenende hatte Uschakow erklärt, eine Einigung erfordere auch den Dialog mit Europa, das die Ukraine unterstütze.Auch der Termin in Abu Dhabi steht nicht fest. Während Euronews von einem Treffen Anfang November ausgeht, hatte Uschakow zuvor die Zeit nach dem 10. November genannt.


Merz verlangt einen Platz für Europa am Verhandlungstisch

Die Bundesregierung unterstützt eine Beteiligung Europas. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte am Dienstag bei einer Rede in Singapur, Russland und die USA könnten den Krieg nicht ohne die Ukraine beenden. Auch europäische Staaten müssten in die Verhandlungen einbezogen werden. Deutschland arbeite mit Partnern an einem entsprechenden Gesprächsformat, berichtete unter anderem Reuters.


 
 
 

Kommentare


bottom of page