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Es laufen Gespräche von AFD und BSW über eine inhaltliche Zusammenarbeit, die eine AfD-geführte Minderheitsregierung umsetzen müsste. Die AFD will, dass die Ergebnisse schriftlich festgehalten werden

vor 3 Stunden
4 Min. Lesezeit

AfD-Co-Fraktionschef Oliver Kirchner hat sich dafür ausgesprochen, eine Zusammenarbeit mit dem BSW in Sachsen-Anhalt schriftlich zu regeln. "Ich bitte wirklich darum, uns das erst mal verhandeln zu lassen, das schriftlich zu fixieren, dass jeder nicht irgendwann nach zwei Jahren sagt: Na ja, so hatten wir das nicht besprochen. Alles, was schriftlich fixiert ist, ist da", sagte Kirchner auf einer Veranstaltung mit Politikern beider Parteien in Magdeburg. Aktuell laufen Gespräche mit dem BSW über eine inhaltliche Zusammenarbeit, die eine AfD-geführte Minderheitsregierung umsetzen müsste. Eine Koalition mit der AfD schließt das BSW aus.

Dass das BSW nicht Teil der neuen Landesregierung sein und auch Siegmund nicht wählen will, hat die Fraktionsvorsitzende Claudia Wittig in dieser Woche in einem Interview mit der Volksstimme (€) bekräftigt. Darin hat sie auch darauf verwiesen, dass es AfD-Themen gibt, bei denen das BSW nicht mitgeht. Als Beispiele nannte sie Sonderklassen für Flüchtlingskinder.


BSW schwört: Keine Stimme für einen AfD-Ministerpräsidenten Siegmund

Sachsen-Anhalts BSW-Landtagsfraktion versichert, dass sich ihre fünf Abgeordneten bei der Wahl eines Ministerpräsidenten enthalten werden. Ist die AfD gefährlich? Bleibt CDU-Amtsinhaber Schulze jahrelang im Amt? Ein Interview mit BSW-Spitzenpolitikerin Claudia Wittig.


Die TAZ stellt ihre Sicht auf die Mitglieder der AFD- und BSW-Fraktion vor.

Hier die Mitgieder der BSW-Fraktion:

laudia Wittig

Erklärte als Co-Spitzenkandidatin im Wahlkampf, sie wolle Sachsen-Anhalt wirtschaftlich und gesellschaftlich stabilisieren. In der neuen BSW-Fraktion ist sie Vizevorsitzende. Mit der AfD will sie punktuell zusammenarbeiten und bezeichnet die bisherigen Gespräche als konstruktiv. Oft tritt sie mir einem Wassermelonen-Anstecker auf, einem propalästinensischen Symbol. Die Historikerin war zwischen 2018 und 2023 Mitglied der Linken. Seit Dezember 2025 ist sie Beisitzerin des BSW-Bundesvorstands.

Thomas Schulze

Seit der Gründung des BSWs 2024 in Sachsen-Anhalt ist er Co-Landesvorsitzender, im Wahlkampf war er der Co-Spitzenkandidat. Zuvor war er nach eigenem Bekunden noch nie in einer Partei. Nach der Wahl wurde er zum Fraktionsvorsitzenden gewählt. Er spricht sich für eine punktuelle Zusammenarbeit mit der AfD aus und nannte als Beispiel dafür im Handelsblatt die Sanktionen gegen Russland.

John Lucas Dittrich

Ist der jüngste Abgeordnete des Landtags: Jahrgang 2004. Als Gründungsmitglied des BSW wurde er trotzdem schon 2024 zum Co-Vorsitzenden in Sachsen-Anhalt gewählt und im Landtag hat er das Amt des Fraktionsgeschäftsführers bekommen. Er gilt beim BSW als erfahren und verhandelt mit den anderen Fraktionen. Auch bei den Gesprächen mit SPD, Linken und Grünen über einen überparteilichen Ministerpräsidenten war er anwesend. Vor seiner Zeit beim BSW war er bei der Linken und innerhalb der Partei Sprecher der gewerkschaftsnahen Strömung „sozialistische Linke“. Er trat mit Sahra Wagenknecht auf und gehört zu ihren loyalen Anhänger:innen.

Michael Reim

Der gelernte IT-Fachmann hatte bislang keine Funktion beim BSW in Sachsen-Anhalt inne und ist erst seit Mai 2025 Mitglied. Vor dem BSW sei er zwar an Politik interessiert gewesen, aber habe keine andere Partei unterstützt, weil keine seine Überzeugung vertreten habe. Als Vater von vier Kindern habe ihn die aktuelle Lage verzweifeln lassen. In seiner Bewerbung für die BSW-Landesliste erklärte er, international in der Open-Source-Gemeinschaft vernetzt zu sein.

Margitta Kriebel

Die Forstingenieurin arbeitete vor der Wahl als Referentin im Wirtschafts- und Forstministerium, das zuletzt Sven Schulze leitete. Kriebel möchte die Menschen im ländlichen Raum vertreten und zum Beispiel das Radwegenetz verbessern. Gesetze, „die die Interessen der Menschen“ berücksichtigen, möchte sie parteiunabhängig unterstützen. Zu ihren Hobbys gehört die Jagd.


Zu der Vorstellung der AFD-Mitglieder kommt ihr über den Link zum TAZ-Artikel:


Von der Homepage

Neustart für Sachsen-Anhalt – Damit sich was ändert!

Sachsen-Anhalt braucht eine Politik, die sich an den Interessen der Bürger orientiert, nicht an Kriegstreiberei und ideologischen Experimenten. Milliarden an Steuergeldern fließen in sinnlose Konflikte, während unsere Wirtschaft unter Sanktionen, hohen Energiekosten und Bürokratie leidet.

Das BSW ist bereits bei der Bundes- und Europawahl in Sachsen-Anhalt zur drittstärksten Kraft geworden. Das zeigt: Immer mehr Menschen wollen eine echte Alternative zu den etablierten Parteien.

Wir fordern:

  • Frieden statt Waffenlieferungen! Ein sofortiger Waffenstillstand und Verhandlungen sind überfällig.

  • Wirtschaftliche Vernunft! Bezahlbare Energie, starke Industrie und faire Löhne statt erzwungener Umbrüche.

  • Bildung stärken! Kernkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen müssen Priorität haben.

  • Kontrollierte Migration! Klare Regeln und konsequente Umsetzung zum Schutz von Kommunen und Bürgern.

  • Meinungsfreiheit bewahren! Kein Platz für Cancel Culture und Bevormundung.

Sachsen-Anhalt verdient eine Zukunft, die nicht von realitätsfernen Politikern zerstört wird.


Gemeinsam!

, 1. Oktober 2026

Gemeinsam beraten, gemeinsam parlamentarisch arbeiten.

In unserer gemeinsamen Fraktionssitzung haben wir uns mit den Kreisvorsitzenden, dem Landesvorstand sowie unserem Generalsekretär Oliver Ruhnert und der stellvertretenden Parteivorsitzenden Friederike Benda über die kommenden Aufgaben ausgetauscht.

Im Mittelpunkt stand vor allem die Zusammenarbeit zwischen Fraktion und Partei bei unserer parlamentarischen Arbeit: Wie bringen wir Erfahrungen und Themen aus den Kreisverbänden in den Landtag? Wie stimmen wir politische Initiativen miteinander ab? Und wie sorgen wir dafür, dass der Austausch zwischen Fraktion, Landesverband und Bundespartei dauerhaft funktioniert?

Gerade jetzt, wo für uns die parlamentarische Arbeit beginnt, wollen wir dafür feste und verlässliche Strukturen schaffen. Die Fraktion soll eng mit der Partei verbunden bleiben – und die Partei soll wissen, was im Landtag passiert und sich einbringen können.

Wir stehen zusammen und gehen die kommenden Aufgaben gemeinsam an.

Nicht mit auf dem Foto: Generalsekretär Oliver Ruhnert und unser Fraktionsvorsitzender Thomas Schulze.



 
 
 

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