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Die US-amerikanische Journalistin, Cara MariAnna, fuhr ins besetzte Palästina, um sich selbst ein Bild zu machen: Das erfuhr sie von Palästinensern über Vertreibung, Besatzung und die Siedleraktionen

vor 1 Stunde
2 Min. Lesezeit


Drei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 richtet dieses Gespräch den Blick auf die Situation der Palästinenser. Vor allem im Westjordanland. Was bedeutet Besatzung im Alltag? Wie verändern Siedlungen und Vertreibung das Leben der Menschen? Und was erfährt eine amerikanische Journalistin, wenn sie selbst hinfährt und mit den Betroffenen spricht? Die amerikanische Journalistin Cara Marianna wollte nicht länger aus der Ferne beobachten. 2024 reiste sie selbst nach Palästina und ins Westjordanland. Ihr Ziel: nicht über Palästinenser zu sprechen, sondern ihnen zuzuhören und ihre Stimmen einem westlichen Publikum zugänglich zu machen. Im Gespräch berichtet Cara Marianna von ihren Reisen nach Jerusalem, Bethlehem und Hebron, von Flüchtlingslagern, Beduinengemeinschaften und Dörfern. Sie erzählt von Kindern, Bauern, Aktivisten und einer über 90-jährigen Palästinenserin, deren Erinnerungen bis ins Jahr 1948 zurückreichen. Aus persönlichen Begegnungen entsteht ein Gespräch über Geschichte, Besatzung, Siedlungen, Vertreibung und die Frage, welche politische Zukunft Palästina haben könnte. Im Gespräch mit Cara Marianna geht es um: – warum sie selbst nach Palästina reiste – ihr Projekt „Palestinian Voices“ – ihre erste Begegnung mit einer Zeitzeugin von 1948 – Jerusalem, Bethlehem und Hebron – Bewegungsfreiheit und Kontrollpunkte im Westjordanland – Begegnungen mit palästinensischen Kindern – Siedlungen und Außenposten – Beduinengemeinschaften und ländliche Dörfer – Flüchtlingslager und generationenlange Vertreibung – Deutschlands und Amerikas Unterstützung für Israel – Cara Mariannas Bewertung der Lage im Westjordanland – ihre Sicht auf den 7. Oktober und die Hannibal-Direktive – Besatzung, Haft und Widerstand – Sanktionen und internationaler Druck – ihre Vorstellung einer politischen Lösung „As an American, I couldn’t sit still anymore.“ – Cara Marianna Besonders eindrücklich sind Cara Mariannas Begegnungen mit Menschen vor Ort. Gleich zu Beginn ihrer Reise trifft sie eine ältere Palästinenserin, die sich daran erinnert, wie sie 1948 als 14-Jährige unter einem Olivenbaum saß und plötzlich eine lange Kolonne vertriebener Menschen auf sich zukommen sah. Cara Marianna beschreibt außerdem einen starken Kontrast zwischen neugierigen Kindern in Bethlehem und Kindern in ländlichen Gemeinden, die nach ihrer Beobachtung von Gewalt und Angst geprägt sind. Einige Kinder stellen ihr eine überraschend direkte Frage: „Palestine or Israel?“ Zum Ende des Gesprächs werden Cara Mariannas Schlussfolgerungen deutlich politischer. Sie spricht über Sanktionen, internationalen Druck, Widerstand und ihre Vorstellung eines gemeinsamen demokratischen Staates. Kapitel 00:00 - Intro & Vorschau 02:47 - Beweggründe für die Reise ins Westjordanland 06:17 - Recherche vor Ort & erste Kontakte 08:26 - Begegnung mit einer Zeitzeugin von 1948 in Ost-Jerusalem 12:47 - Einreise über die Allenby-Brücke & die Lage im Westjordanland 14:33 - Siedlerkolonialismus & Völkerrecht 17:06 - Eindrücke und Begegnungen mit Kindern 20:52 - Kontrollpunkte, Überwachung & Repression 22:04 - Siedlergewalt und die Rolle der Armee in Kissan 25:31 - Arbeit mit „Go Palestine“ in Hebron 27:00 - Die Situation der Beduinen & Masafer Yatta 32:38 - Westliche Politik & Reaktionen 34:01 - Das Leben und der Alltag in den Flüchtlingslagern 38:20 - Zerstörung von Kultur und Identität 39:19 - Der 7. Oktober & Inhaftierungen im Westjordanland 43:20 - Handlungsoptionen: Was kann die internationale Gemeinschaft tun? 46:12 - Parallelen zu Südafrika & Nelson Mandela

 
 
 

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