Völkerrechtswidriger "Krieg gegen den Terror" muss beendet werden! Er ist Terror und fördert Terror!

Aktualisiert: 26. Nov. 2021


Der Krieg gegen den Terror hat die Bedrohung durch Terror nicht verringert, sondern vergrößert. Wenn die Kriegsverantwortlichen im Westen sehen, dass sie Länder in Trümmer gelegt haben, Millionen Vertriebene geschaffen haben, Hunderttausende getötet wurden und die militanten Gegner des Westens immer mehr, statt weniger werden, warum stoppen sie ihn nicht? Dieser Krieg hat auch nicht dazu geführt, die nachgeschobenen Kriegsziele zu fördern: Demokratisierung und Menschenrechte. Auch hier hat er die Situation für die Menschen verschlechtert. War und ist dieser Krieg also überhaupt das richtige Mittel gegen Terrorismus? Warum wird das jetzt nach Afghanistan nicht diskutiert? Ist das nicht schon ein deutliches Zeichen, dass das gar nicht die Ziele dieses Krieges waren? Müsste man ihn sonst, wo jeder sieht, dass das Gegensteil bewirkt wird, sofort einstellen?


Wenn Du, wenn Sie, der Ansicht sind, dass dieser Krieg beendet werden muss, dann laden wir Dich, dann laden wir Sie ein: Vernetzen wir uns, um Mehrheiten für die Beendigung des Krieges zu schaffen, in Deutschland und international. Wir laden Euch dazu bald zu einem Treffen ein: info@internationale-friedensfabrik-wanfried.com


Worum geht es in diesem Krieg?

Diese Gründe sehen diese Kritiker oder Unterstützer dieses Krieges, auf die ich gestoßen bin und deren Interpretation für mich augenöffnend waren:


Alain Badiou, der französische Philosoph meint: Ihr wollt die Kontrolle der Rohstoffe wieder direkt für Eure Konzerne sichern, wie in der Kolonialzeit. Ihr wollt oder könnt zwar nicht mehr direkt kolonialisieren, aber ihr könnt die Staaten zerstören. Über die Zusammenarbeit mit Milizen könnt Ihr euch dann die Rohstoffe zu Billigpreisen zur Bezahlung der für den Krieg nötigen Waffen ergattern. Badiou sagt, für die Menschen in diesen Regionen ist das die Hölle. Haben sie nicht ein Recht, dieser Hölle zu entfliehen?


Interview ǀ „Westlicher Todestrieb“ — der Freitag


Der US-Amerikanische Geograf, David Harvey, meint, dass die USA mit ihrem Krieg gegen den Terror die rohstoffreiche Region, den Nahen und Mittleren Osten oder Westasien, die Tankstelle der Welt, unter ihre Kontrolle bringen wollen. Darin sehen sie die Chance, ihr globale Vorherrschaft dauerhaft abzusichern gegen mögliche aufkommende Herausforderer ihrer Dominanz, wie einst Japan und die EU und heute vor allem China.


Dazu haben sie unter dem Label Rache für 9/11 und Krieg gegen den Terror eine ganze Region in Tod Zerstörung und Chaos gebombt, die Entwicklungsfortschritte von Jahrzehnten nach der Unabhängigkeit von den europäischen Kolonialmächten wieder zerstört. Ist es nicht legitim von Menschen, von dort zu fliehen und da hin zu ziehen, wo man noch menschenwürdig leben kann, ohne ständig vom Tod bedroht zu sein?


Der US-Politikberater Zbigniew Brzezinski meinte, dass die inzwischen gebildeten und über das Internet verbundenen jungen Leute vor allem in den armen Ländern eine Gefahr für die USA seien. Ihr Wunsch, auch menschenwürdig leben zu wollen, ginge nur auf Kosten der Menschen und Länder, die an der Spitze der Welteinkommenspyramide stehen würden, vor allem auf Kosten der USA. Diese jungen Leute seien nicht mehr zu kontrollieren: Deshalb seine Empfehlung: Es ist heute leichter eine Millionen Menschen zu töten als zu kontrollieren. So könne man der Unzufriedenheit Herr werden. Haben diese Menschen nicht das Recht, dem Tod zu entfliehen?


mehr: Das von Brzezinski befürchtete „weltweite Erwachen“ der Massen ist jetzt da - PROPAGANDAFRONT


Der ehemalige führende NATO-Offizier, Gen Wesley Clark, kritisiert, dass die USA eine starke Armee hätten und sie einsetzten, um die Interessen an der Kontrolle und Ausbeutung des Erdöls militärisch durchzusetzen. Er enthüllte, dass die Kriege, die uns immer als Reaktionen auf vermeintliche Menschenrechtsverletzungen dargestellt worden sind, langfristig vorbereitet waren und sind:


Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Ron Paul sieht in dem Krieg das Ziel einer Umverteilung von Unten nach Oben: "Die Gesamtkosten des Afghanistan-Krieges belaufen sich auf mehr als zwei Billionen Dollar. Das bedeutet, dass Millionen von Amerikanern für ein vorhersehbar gescheitertes Projekt ärmer geworden sind. Tausende von gut vernetzten Auftragnehmern und Unternehmen, die im Umfeld der US-Regierung lauern und den Krieg vorantreiben, sind viel, viel reicher geworden. Typisch für die US-Außenpolitik: Man nimmt den Amerikanern der Mittelklasse das Geld weg und überweist es an die Eliten des US-Militärs und des außenpolitischen Establishments."

https://original.antiwar.com/paul/2021/07/05/its-saigon-in-afghanistan/

http://ronpaulinstitute.org/

Sein Institut koordiniert Scott Horton, der uns den Krieg gegen den Terror mit Texten und Videos auf Basis der in den USA erhältlichen Informationen beschreibt:



mehr: Friedens-Blog | IFFW (internationale-friedensfabrik-wanfried.org)

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Enough Already Chapter 1: The Jimmy Carter Years - YouTube

Danny Sjursen - YouTube


Major (a.D.) Danny Sjursen ist Direktor des Eisenhower Media Network (EMN).

Er trat im Juli 2001, zwei Monate vor den Anschlägen vom 11. September, in West Point ein und diente von 2005 bis 2019 als Offizier der US-Armee, mit Kampfeinsätzen im Irak und in Afghanistan. Er ist mitwirkender Redakteur bei Antiwar.com, Senior Fellow am Center for International Policy (CIP), und seine Arbeiten sind unter anderem in der New York Times, der Los Angeles Times, The Nation, The Huffington Post, The Hill, Salon, The American Conservative, Mother Jones, ScheerPost und TomDispatch erschienen. Er unterrichtete Geschichte der USA und der Bürgerrechte in West Point und ist Autor von zwei Büchern: Ghostriders of Baghdad: Soldiers, Civilians, and the Myth of the Surge (2015), ein Erinnerungsbuch und eine kritische Analyse des Irakkriegs, und Patriotic Dissent: America in the Age of Endless War (2020).

Er hat einen BA in Geschichte von der U.S. Military Academy in West Point und einen MA in amerikanischer und militärischer Geschichte von der University of Kansas. Im Jahr 2019 wurde er mit dem Lannan Cultural Freedom Fellowship ausgezeichnet. Zusammen mit seinem Veteranen-Kollegen Chris "Henri" Henriksen ist er außerdem Co-Moderator des Podcasts "Fortress on a Hill".


Ergibt sich daraus ein klares Bild?

Der Krieg gegen den Terror ist ein von langer Hand vorbereiteter Krieg der westlichen Staaten. Sie wollen durch den Krieg sich und ihren Konzernen und Vermögenden den direkten Zugriff auf die Rohstoffe der Welt sichern. Durch diese Kontrolle der Rohstoffe, die heute jedes Industrieland braucht, will der Westen gleichzeitig verhindern, dass er seine Vorherrschaft an einen möglichen aufkommenden Konkurrenzstaat verliert.

Die Unabhängigkeit von den Kolonialmächten hatten die Staaten des globalen Südens nur durch militärische Siege erringen können: Die Kriege in Vietnam und Algerien waren Schlüsselereignisse. Zudem unterstützten sich die Unabhängigkeitsbewegungen gegenseitig. Und die Kriege kosteten vielen Menschen auch in den westlichen Ländern das Leben. Vor allem in den seit 1945 den Westen dominierenden USA forderte der Krieg in Vietnam vielen Opfer unter den eigenen Landsleuten. Die Kolonialmächte hatten nicht mehr die Kraft, ihre Imperien zu halten. Die unabhängigen Staaten bauten ihre Länder auf. In den 1970er Jahren konnte die OPEC erstmals das Preisdiktat der "Märkte" durchbrechen und eigene Preise setzen für ihre Rohstoffe.

Seither arbeitete der Westen daran, die Kräfteverhältnisse zu ändern, um sich die Rohstoffe, die wesentlich zu seinem Wohlstand beitragen, wieder direkt anzueignen. Sie nutzen dann die Anschläge vom 11. September uns sich als Angegriffene zu inszenieren und ihre Kriege als Verteidigungskriege hinzustellen. Ihre Bevölkerungen akzeptierten und akzeptieren das mehrheitlich bis heute. Sie wehren sich nicht - oder nur schwach - dagegen, dass ihre öffentlichen Mittel für diesen Krieg eingesetzt werden und ihre Soldaten in den Krieg geschickt werden.

Der Krieg gegen den Terrorismus ist ein Rückfall in die Zeit vor der UNO-Gründung. Bis zum Briand-Kellogg-Vertrag 1928 und zur Verabschiedung der UNO-Charta nahmen Staaten für sich noch das Recht auf Krieg für sich in Anspruch, um ihre Interessen durchzusetzen.

Vor den Schrecken der beiden Weltkriege getrieben, konnten die Bevölkerungen der Welt zwar das Verbot des Krieges erreichen. Sie konnten aber noch nicht dessen Einhaltung durchsetzen und die Einhaltung des UNO-Charta-Gebots, dass alle Konflikte nur noch mit friedlichen Mitteln gelöst werden dürfen. Der hochgerüstete und allen anderen Staaten militärisch überlegene Westen setzt Gewalt und Krieg wieder als Mittel seiner Politik ein: Das Massentöten und Sterben, dass mit dem Aufbau der UNO zu Ende gehen sollte, geht weiter, zur Zeit vor allem in ihrem "Krieg gegen den Terror".


Von der Internationalen FriedensFabrik Wanfried fördern wir die internationalen Vernetzung zur Durchsetzung des Beendigung des Krieges gegen den Terror. Wenn Du das mit aufbauen willst, schreib uns: info@internationale-friedensfabrik-wanfried.com


Wolfgang Lieberknecht


Nach Afghanistan-Debakel setzen NATO-Staaten den völkerrechtswidrigen "Krieg gegen den Terror" fort (internationale-friedensfabrik-wanfried.org)

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