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Bitte bewusst halten: Es sind keine Dummköpfe, die die Atomkriegsuhr 1,5 Sek. vor 12 gestellt haben

Die Menschheit braucht dringlich ein Ende des Krieges in der Ukraine und eine Entschärfung des Konflikts zwischen den USA und China um Taiwan. Überlegen wir, was wir dazu beitragen können im eigenen Interesse und dem unserer Kinder.


Stand der Weltuntergangsuhr aus dem Bulletin of the Atomic Scientists 2023 Die Weltuntergangsuhr, auf Deutsch oft verkürzend auch Atomkriegsuhr genannt (englisch doomsday clock, eigentlich „Uhr des Jüngsten Gerichts“), ist eine symbolische Uhr der Zeitschrift Bulletin of the Atomic Scientists (BAS, deutsch „Berichtsblatt der Atomwissenschaftler“).[1] Sie soll der Öffentlichkeit verdeutlichen, wie groß das derzeitige Risiko einer globalen Katastrophe, insbesondere aufgrund eines Atomkrieges oder einer Klimakatastrophe, ist.[2] Die Entscheidungen trifft der BAS-Aufsichtsrat gemeinsam mit einem Sponsorenrat, in dem zurzeit (2019) siebzehn Nobelpreisträger vertreten sind. Die Uhr spielt auf die Metapher an, es sei fünf Minuten vor zwölf, wenn ein äußerst nachteiliges Ereignis unmittelbar droht. 1947 wurde sie mit der Zeigerstellung sieben Minuten vor zwölf gestartet und seither in Abhängigkeit von der Weltlage vor- oder zurückgestellt. Seit dem 25. Januar 2018 stand sie auf zwei Minuten vor zwölf. Am 24. Januar 2023 teilte das Bulletin of the Atomic Scientists mit, die Uhr auf 90 Sekunden vor Mitternacht (umgerechnet 1,5 Minuten) umgestellt zu haben. Stellung der Atomkriegsuhr Über eindeutige Kriterien, nach denen die beteiligten Wissenschaftler über das Vor- und Zurückstellen der Uhr entscheiden, ist nichts bekannt. Die jeweils im Bulletin of the Atomic Scientists angeführten Gründe für die Veränderung sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Das Bulletin of the Atomic Scientists erscheint alle zwei Monate, über die Uhr entscheiden die Wissenschaftler jedoch nur einmal pro Jahr im Januar. Daher spiegelt sich die Kubakrise, während der die Welt wahrscheinlich bisher am dichtesten vor einem Atomkrieg stand, nicht im Stand der Uhr wider, da beim Erscheinen der Ausgabe November/Dezember 1962 die Krise im Wesentlichen schon vorüber war.


Bulletin of the Atomic Scientists

BeschreibungPolitisches Online-FachmagazinFachgebietFriedensforschung, SicherheitspolitikSpracheEnglischVerlagTaylor & FrancisErstausgabe1945ErscheinungsweisemonatlichChefredakteurJohn MecklinHerausgeberinRachel BronsonWeblinkthebulletin.orgISSN (Print)0096-3402ISSN (Online)1938-3282Das Bulletin of the Atomic Scientists (Berichtsblatt der Atomwissenschaftler) ist ein nicht-technisches Magazin, das sich mit der globalen Sicherheit und Fragen dazu auseinandersetzt, insbesondere mit dem Thema eines möglichen thermonuklearen Krieges. Es erscheint ohne Unterbrechung seit seiner Gründung durch die Physiker des Manhattan-Projekts im Jahr 1945 nach den Atomangriffen auf Japan. Die primären Ziele des Bulletins sind es, öffentlich über die Atompolitik zu debattieren und zu informieren und sich für die internationale Kontrolle von Kernwaffen einzusetzen. Es wird seit Januar 2009 von Sage Publications veröffentlicht und erscheint seitdem lediglich online und kostenlos.[1]

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