Bewaffnete Gruppen nehmen Flughafen in äthiopischer Region Tigray ein. Die Kämpfe könnten sich auf die Nachbarländer Eritrea und Sudan ausweiten: Äthiopiens Regierung: Sie liefern der TPLF Waffen
Die Zeit, Auszüge: Nach monatelangen Spannungen eskaliert die Lage in der nordäthiopischen Region Tigray. Bewaffnete Kämpfer schlossen ein Bündnis und eroberten den Regionalflughafen.
Bei einer neuerlichen Erhebung in der äthiopischen Region Tigray haben bewaffnete Gruppen den größten Flughafen der Region eingenommen. Kämpfer der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) überwältigten Regierungstruppen, die den Flughafen der tigrinischen Hauptstadt Mek’ele sicherten. Auch in der Nachbarregion Afar, die ebenfalls an Eritrea grenzt, kam es zu Gefechten.
Am Montag hatten mehrere bewaffnete Gruppen angekündigt, in einem neuen Bündnis die äthiopische Regierung um Premierminister Abiy Ahmed Ali stürzen zu wollen. Zu den Unterzeichnern gehören sieben Gruppen aus zahlreichen Regionen Äthiopiens.
Seit 2020 führten TPLF-Kämpfer und die Regierung Äthiopiens einen Bürgerkrieg, der Ende 2022 mit einem Waffenstillstand endete. Die TPLF erkennt das Abkommen inzwischen aber nicht mehr an. Schätzungen zufolge starben bei dem Konflikt etwa 600.000 Menschen. Die beteiligten Kämpfer verübten zahlreiche Menschenrechtsverbrechen in dem ostafrikanischen Land, in dem 130 Millionen Menschen leben.
Die Kämpfe könnten sich in der Folge auch auf die Nachbarländer Eritrea und den Sudan erstrecken, denen Äthiopiens Regierung vorwirft, der TPLF Waffen zu liefern.





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