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Wer derzeit tankt oder Heizöl für den Winter bestellt, bekommt die Kriege im Nahen Osten direkt zu spüren und selbst eine rasche Waffenruhe wird die Preise nur allmählich sinken lassen.

vor 4 Stunden
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Auszüge aus der Ostdeutschen Allgemeinen: Ein Engpass muss Deutschland nicht direkt erreichen, um die Preise hierzulande zu treiben. Öl wird auf einem Weltmarkt gehandelt. Werden Transporte riskanter, meiden Reedereien bestimmte Routen und Versicherungen werden teurer. Reuters berichtete zuletzt von Rekordständen bei den Frachtraten für Öltanker.


Den stärkeren Preisanstieg bei Kraftstoffen erklärt en2x vor allem mit kriegsbedingten Raffinerieausfällen in Nahost und Russland. Diese Anlagen hätten vor allem Diesel geliefert, Heizöl sei ein ähnliches Raffinerieprodukt. Fehlt Verarbeitungskapazität, können die Preise für Diesel und Heizöl deshalb deutlich stärker steigen als der Rohölpreis.


Bei einem Friedensschluss „würden sich auch die Kraftstoffpreise allmählich beruhigen“, so von Gersdorff. Bis zu einer völligen Normalisierung dauere es aber bis weit ins Jahr 2027, „denn es ist viel Raffineriekapazität verlorengegangen“.

Andere Einschätzungen gehen in dieselbe Richtung. Die Analysten der Bank HSBC haben ihre Prognose für die Ölsorte Brent für 2026 von 80 auf 90 Dollar je Barrel angehoben. Für 2027 erwarten sie im Schnitt 85 statt zuvor 65 Dollar. Die US-Energiebehörde EIA hält es für möglich, dass sich die globalen Ölströme erst im zweiten Quartal 2027 weitgehend normalisieren. Solange die Vorräte aufgezehrt seien, blieben die Preise erhöht.

Für Autofahrer und Heizölkunden heißt das, dass selbst eine rasche Waffenruhe die Preise nur allmählich sinken lassen würde.

 
 
 

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