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Studierende in Mexiko & Costa Rica errichten Protestcamps für Palästina: Aufforderungen an die die Regierungen, wegen des Massenmords an Palästinensern die Beziehungen zu Israel abzubrechen.


amerika21

Protestcamp für Palästina vor dem dem Rektorat der Unam

Mexiko-Stadt/San José. Studierende der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (Unam) haben am 2. Mai ein Lager zur Unterstützung Palästinas eröffnet. Die Zelte und mehrere palästinensische Flaggen befinden sich direkt vor dem Rektorat der größten Universität Lateinamerikas. Tags darauf folgten dem Beispiel auch Studierende der Universität von Costa Rica (UCR) in deren Hauptstadt San José.


Vor dem Protestcamp in Mexiko-Stadt forderte die Anwältin Luna Martínez die Leitung der Unam auf, ihre Abkommen mit israelischen Universitäten zu beenden. Auch solle die mexikanische Regierung dem Beispiel Kolumbiens zu folgen und die Beziehungen zu Israel "wegen des Völkermords, den es an den Palästinensern begeht", abbrechen. Zu den Unterstützergruppen gehören unter anderem Mitglieder der Gewerkschaft der Unam-Angestellten, Stunam, feministische Kollektive, Akademiker und Menschenrechtsorganisationen.

Auch eine Reihe von Akademikern aus unterschiedlichen Universitäten Mexikos unterstützen die Aktion.


In ihrer ersten politischen Erklärung, bekannt gegeben nach einer Vollversammlung, solidarisierten sich die mexikanischen Studierenden mit ihren von Repression betroffenen Kommilitonen an den Universitäten in den USA und Frankreich, die ebenfalls auf das Leiden der Palästinenser aufmerksam machen wollen. "Wenn Israel die Unterdrückung globalisiert, werden wir den Widerstand internationalisieren", betonten sie.


Auf der "Interuniversitären Vollversammlung in Solidarität mit dem palästinensischen Volk" konkretisierte einer der Studenten ihre Forderungen: "Abbruch der akademischen Beziehungen der Unam mit Israel, die Beendigung der Finanzierung des Rosario-Castellanos-Lehrstuhls und der Stipendien des Weizmann-Instituts durch die Hebräische Universität Jerusalem sowie die Beendigung der Zusammenarbeit der Universität mit Unternehmen, die den Zionismus offen unterstützen".


Das Rektorat der Unam versicherte, es respektiere die Protestkundgebungen der Studenten, "solange diese im Rahmen der Achtung der Rechte anderer Mitglieder unserer Gemeinschaft erfolgen". Allerdings betonte die Universitätsleitung, der Dissens sei zweifellos ein Grundrecht, "aber Toleranz ist ein unveräußerlicher Wert unserer Universität". Dies wurde als Vorwurf an die Protestierenden interpretiert, die universitäre Gemeinschaft zu spalten.

Die Versammlung des Protestcamps reagierte umgehend auf "die unnötigen Schuldzuweisungen" in der Stellungnahme des Rektorats. Die Protestierenden lehnten jegliche antisemitische, rassistische oder fremdenfeindliche Äußerung ab und bekräftigten ihre Forderungen.


Die Studierenden in Costa Rica (UCR) fordern ebenfalls die Universitäts- und diplomatischen Behörden auf, die Beziehungen zu Israel abzubrechen. "Unsere Werte als Land passen nicht zu den Grausamkeiten, die gegen das palästinensische Volk begangen werden. Costa Rica ist ein Land, das sich immer für den Frieden einsetzt, es ist ein Bezugspunkt, und in diesem Konflikt hat es im Gegensatz zu anderen Ländern der Welt keinen festen Standpunkt eingenommen", so die Studentin Melissa Cruz, die der Bewegung angehört. Das Camp sei auch aus Solidarität mit den Studenten in den USA errichtet worden, die gewaltsam unterdrückt würden.

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