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Selenskyjs frühere Presse-Sprecherin darf EU-Parlament nicht betreten. Julija Mendel: „Es ist bedauerlich, dass europäische Parlamentarier jene Ukrainer nicht hören wollen, die Frieden wollen“.

vor 34 Minuten
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Julia Mendel: „Ich glaube noch immer, dass es nur einen Weg gibt, wie die Ukraine als Nation überleben kann: Frieden“, sagte sie. „Buchstäblich Millionen Ukrainer“ wollten Frieden. Ich habe Unterstützung aus dem Westen und Osten der Ukraine, aus Kiew und aus dem Donbass erhalten. Im Umfeld des Präsidenten geht es ausschließlich um das eigene Wohlergehen und nicht um ein Ende des Krieges, der für diese Personen eine Einnahmequelle darstellt. Julia Mendel hatte zunächst Selenskyj unterstützt. Angesichts des inzwischen fünften Kriegsjahres und der steigenden Zahl an Toten hat sie sich dann zu einer lautstarken Kritikerin entwickelt. Sie hatte im Gespräch mit dem US-Journalisten Tucker Carlson kürzlich gesagt: Während der Istanbul-Verhandlungen 2022 war die Ukraine bereit, den Donbass an Russland abzutreten. Dann kam Boris Johnson nach Kiew. Und danach — kein Frieden.


Julija Mendel, die frühere Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, ist am Mittwoch daran gehindert worden, das Europäische Parlament zu betreten. Dadurch konnte sie bei einer von der Alternative für Deutschland (AfD) organisierten Veranstaltung keine Rede halten, in der sie ein Ende des Krieges in der Ukraine fordern wollte.


Für mich ist es wirklich sehr merkwürdig, dass ich ausgerechnet an dem Tag ausgeschlossen werde, an dem ich eine Rede über den Frieden halten soll.“

Mendel fügte hinzu, „buchstäblich Millionen Ukrainer“ wollten Frieden. Sie habe Unterstützung aus dem Westen und Osten der Ukraine, aus Kiew und aus dem Donbass erhalten. „Es ist bedauerlich, dass es eine solche Selbstzensur gibt und dass europäische Parlamentarier jene Ukrainer nicht hören wollen, die Frieden wollen“, sagte sie.

„Das ist ehrlich gesagt widerlich“, sagte Mendel. „Ich mag mich in vielen Dingen irren – etwa bei der Wahl der Plattformen. Ich bin nicht perfekt. Aber mich zu verbannen? Sie wollen Ukrainer wirklich einfach nicht hören.“


Mendel verwies auf die Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, in der diese über ein kleines Mädchen sprach, das bei einer Explosion ein Bein verloren hatte und ebenfalls zu der Sitzung des Europäischen Parlaments eingeladen worden war. „Aber [von der Leyen] erwähnte den Frieden nicht. Sie benutzte dieses arme Mädchen ohne Beine lediglich, um zu sagen, dass wir den Krieg fortsetzen müssen. Das ist widerlich und unmenschlich.“


„Ich glaube noch immer, dass es nur einen Weg gibt, wie die Ukraine als Nation überleben kann: Frieden“, sagte sie.


Nachdem sie im Anschluss an Selenskyjs Wahlsieg 2019 zu seiner Pressesprecherin ernannt worden war, unterstützte sie ihn zunächst auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt im Jahr 2021 weiterhin. Angesichts des inzwischen fünften Kriegsjahres und der steigenden Zahl an Toten hat sie sich jedoch zu einer lautstarken Kritikerin entwickelt.


Sie wirft der Selenskyj-Regierung Korruption und Gleichgültigkeit gegenüber der Zerstörung des Landes vor.

Das missfiel offenbar der ukrainischen Präsidialverwaltung, die in den sozialen Medien eine Kampagne gegen Mendel führte, sie als „prorussisch“ bezeichnete und nun mit Sanktionen belegte. Mendel hat die Ukraine verlassen und fürchtet sich nach Angaben aus ihrem Umfeld davor, in das Land zurückzukehren.


Mendel behauptet seit Längerem, dem Umfeld des Präsidenten gehe es ausschließlich um das eigene Wohlergehen und nicht um ein Ende des Krieges, der für diese Personen eine Einnahmequelle darstelle. Zudem wirft sie der Elite vor, von umfangreichen Aufträgen im Verteidigungssektor zu profitieren.

Einer aktuellen Umfrage zufolge betrachten inzwischen mehr Ukrainer die Korruption in der Regierung als das größte Problem des Landes als die nächtlichen russischen Bombenangriffe.


Das Europäische Parlament hat bislang weder öffentlich erklärt noch kommentiert, warum Mendel der Zutritt verweigert wurde.




Was über die Istanbul-Verhandlungen 2022 gesagt wird: Mendel behauptete in einem Interview mit Tucker Carlson, dass die Ukraine bereit war, den Donbas an Russland bei Friedensverhandlungen im Jahr 2022 abzutreten. JuraForum Mendel beschreibt: Man hatte sich über Sprache, Territorium und viele andere Punkte geeinigt. Selenski hatte persönlich zugestimmt. Dann kam Boris Johnson nach Kiew. Und danach — kein Frieden. Ex-Pressesprecherin Mendel: Selenski wollte Frieden — Johnson stoppte ihn! #deutschland


 
 
 

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