Sahra Wagenknecht schlägt für Sachsen-Anhalt einen parteiunabhängigen Ministerpräsidenten vor, der Fachleute in sein Kabinett holt und anschließend mit wechselnden Mehrheiten regiert.
- iffw77
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IFFW: Was hältst Du von der Idee? Kann er uns aus der politischen Sackgasse führen?
Weltwoche, Auszüge: Sahra Wagenknecht fordert ein Ende der politischen «Brandmauer» gegenüber der AfD und wirbt für einen grundsätzlich anderen Umgang mit der Partei. «Wir müssen aus dieser Brandmauer-Idiotie raus, sonst fühlt sich fast jeder zweite Wähler betrogen», sagte die BSW-Gründerin in einem Interview mit dem Spiegel. Anlass ist die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, wo die AfD laut Wagenknecht bei rund 40 Prozent liegt und ihr BSW um den Einzug ins Parlament kämpft.
Wagenknecht weist zugleich den Vorwurf zurück, sie wolle der AfD zur Macht verhelfen. Stattdessen schlägt sie für Sachsen-Anhalt einen parteiunabhängigen Ministerpräsidenten vor, der Fachleute in sein Kabinett holt und anschliessend mit wechselnden Mehrheiten regiert.
Auch inhaltlich will Wagenknecht Anträge der AfD nicht grundsätzlich ablehnen. «Die AfD hat vernünftige Forderungen im Programm, für die sie ja auch gewählt wird», sagte sie. Als Beispiele nannte sie kostenloses Mittagessen für Schüler sowie die Forderung, wieder russisches Öl und Gas zu beziehen. Solchen Vorstößen würde das BSW im Landtag zustimmen. Zugleich grenzte sie sich von der AfD bei der Aufrüstung und deren Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump ab.
Den starken Zuspruch für die AfD führt sie vor allem auf Unzufriedenheit mit der bisherigen Politik zurück: hohe Energiepreise und Mieten, schlechte Schulen und niedrige Renten hätten bei vielen Menschen Wut erzeugt.





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