Internationale Schulden gefährden demokratischen Übergang in Sudan: 80 Prozent aus bis zu 12 Zinsen

Britische Initiativen fordern Schuldenerlass zur Sicherung der inneren Stabilität des ostafrikanischen Staates Der britische Guardian kritisiert, dass Großbritanniens Regierung die gerade erreiche Demokratisierung des Sudan gefährdet. Das Land ist hochverschuldet. Doch der Betrag von 861 Millionen ergibt sich nicht aus dem erhalten Geld, sondern den aufgelaufenen zu zahlenden Zinsen von jährlich zu zu zwölf Prozent über Jahrzehnte; sie machen 684 Millionen der Schulden aus. Die britische Regierung bietet Hilfe an: Die Bedingung. Drastisch Sparmaßnahmen auf Kosten der armen Teile der Bevölkerung, die an die Strukturanpassungsprogramme aus den 80er Jahren erinnern: Sie führten damals zu Verarmung von Milliarden Menschen weltweit und untergruben die Stabilität in vielen Staaten. Dabei ist die Lage der Menschen schon jetzt vor den geforderten weiteren Kürzungen verzweifelt. "Wir hatten schon ums Überleben gekämpft, aber jetzt ist das Leben unmöglich geworden", sagte ein Student lokalen Medien. Sieben sudanesische Staaten haben im vergangenen Monat nach den Demonstrationen den Notstand ausgerufen.

Nachdem das frühere Sudan-Regime den Vorschlag des Internationalen Währungsfonds aufgegriffen hatte, die Weizen- und Treibstoffsubventionen auslaufen zu lassen, um seine Bücher auszugleichen, gab es Proteste gegen Preiserhöhungen und sich verschlechternde Lebensbedingungen, von denen einige gewalttätig waren. Im vergangenen Monat hat der Sudan auch seine Währung abgewertet, eine wichtige Forderung. Nick Dearden, Direktor von Global Justice Now, sagte, das Vereinigte Königreich gehöre zu denen, die nach Jahrzehnten der anglo-ägyptischen Herrschaft im Sudan bis 1956 "eine Kraft für mehr Schaden als Nutzen" gewesen seien, und kritisierte, dass die Unterstützung von der Rücknahme der öffentlichen Ausgaben abhängig sei. "Es ist wirklich unannehmbar, dass Großbritannien diese Kredite weiterhin als eine Form der Hebelwirkung auf die sudanesische Regierung hält", sagte er. "Schlimmer noch: Dominic Raab bietet dem Sudan jetzt Unterstützung an, abhängig vom unpopulären Sparprogramm der Regierung – das die Armut zu verschärfen und den fragilen Weg des Landes zur Demokratie zu untergraben droht." Britische Initiativen fordern einen Schuldenerlass. Four-fifths of Sudan's £861m debt to UK is interest | World news | The Guardian

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