Einkommenssteuersätze von 80% für die Reichsten förderten Wirtschaftswachstum. Allgemeine Bildung für alle war elementar. Dieser Kompromiss zwischen Kapitalismus und Sozialstaat ist heute vergessen.
Die wachsende Ungleichheit ist der Boden für den Aufstieg der Rechten. Sie lenken von der Ursache der Wirtschaftspolitik der eigenen Regierung ab und stellen andere Ländern oder Minderheiten, vor allem Ausländern, als Verantwortliche dar.
Was ist so schlimm an Ungleichheit? Ist sie der wahre Grund für die Krise der Demokratien? Ökonom Thomas Piketty im Gespräch mit Yves Bossart über Kapitalismus und Demokratie. 🔔 Abonniere jetzt SRF Kultur Sternstunden auf YouTube 👉 https://www.youtube.com/srfkulturster... Der Franzose Thomas Piketty gilt als Rockstar der Ökonomie. In seinem Weltbestseller «Das Kapital im 21. Jahrhundert» zeigte er, warum der Kapitalismus die sozialen Ungleichheiten verschärft. Das Buch wurde in 40 Sprachen übersetzt und verkaufte sich weltweit über 2,5 Millionen Mal, erntete aber auch scharfe Kritik. Sein neues Buch «Kapital und Ideologie» ist quasi eine Weltgeschichte der Ungleichheiten. Piketty legt dar, Ungleichheit sei weder ein Naturgesetz noch eine wirtschaftliche Notwendigkeit, sondern ideologisch konstruiert und politisch gewollt.





Kommentare